Immer mehr Menschen gehen pleite
publiziert: Mittwoch, 12. Jul 2006 / 14:30 Uhr / aktualisiert: Mittwoch, 12. Jul 2006 / 14:54 Uhr

Zürich - In der Schweiz gehen immer mehr Menschen in den Konkurs. Im ersten Halbjahr 2006 wurde der zweithöchste Wert verzeichnet. Bei den Firmen dagegen gab es weniger Pleiten.

Die Zahl der Firmenkonkurse liegt unter dem Vorjahreswert; Privatkonkurse stiegen hingegen an.
Die Zahl der Firmenkonkurse liegt unter dem Vorjahreswert; Privatkonkurse stiegen hingegen an.
Bis Mitte Jahr fielen in der Schweiz 5284 Firmen und Privatpersonen in den Konkurs, das sind 0,4 Prozent mehr als in den ersten sechs Monaten 2005, wie die Gläubigervereinigung Creditreform mitteilte.

Die hohe Zahl der Privatkonkurse lasse die Zahl der Konkurseröffnungen in der Schweiz knapp über das Niveau des Vorjahres steigen, heisst es.

Im ersten Semester 2006 gingen bereits 2932 Private Pleite. Im Vergleich zum Vorjahr sind das 4,9 Prozent mehr. Nach 1994 mit 2967 Publikationen sei damit der zweithöchste Halbjahreswert erreicht worden. Allein im Juni mussten 561 Konkurse eröffnet werden - 10 Prozent mehr als 2005.

Mehr Privatkonkurse

Bei den Privatkonkursen sei ein Aufwärtstrend festzustellen, der anhalten dürfte, sagte Claude Federer von Creditreform auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA. Dies seien vorab Auswirkungen der konjunkturell schlechteren Jahre, die erst mit Verzögerungen sichtbar würden. Dann etwa, wenn die Ansprüche auf Arbeitslosengeld ausgelaufen oder finanzelle Reserven aufgezehrt seien.

Die Zahl der Firmenkonkurse liegt mit 2352 um 4,6 Prozent unter dem Vorjahreswert. Und das obwohl die Zahl der Firmenpleiten im Juni um 11 Prozent auf 455 zugenommen hat. Der Ausschlag im Juni sei technischer Natur, sagte Federer. Hier könne man nicht von einer Trendwende sprechen.

Die Zahl der Firmenkonkurse liegt mit 2352 um 4,6 Prozent unter dem Vorjahreswert. Und das obwohl die Zahl der Firmenpleiten im Juni um 11 Prozent auf 455 zugenommen hat.

Schon 17335 neue Firmen

Im ersten Halbjahr wurden bereits 17 335 neue Firmen gegründet, hinter 2004 mit 17 559 Neueintragungen sei das der zweithöchste Halbjahreswert, heisst es. Gegenüber dem Vorjahr betrug die Zunahme 1,3 Prozent.

Gleichzeitig verschwanden 11 838 Firmen von der Bildfläche. Die Abnahme gegenüber dem Vorjahr betrug 13,6 Prozent. Das Nettowachstum liegt per Jahresmitte bei 5497 Firmen. Dank einem deutlichen Rückgang der Löschungen gegenüber 2005 wird damit eine Zunahme von 61,1 Prozent ausgewiesen.

(fest/sda)

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