Rekordbeteiligung an Protesten in Israel
Immer mehr Protestanten in Israel
publiziert: Samstag, 6. Aug 2011 / 22:59 Uhr / aktualisiert: Samstag, 6. Aug 2011 / 23:24 Uhr
Von Woche zu Woche schwillt die Menge der Protestierenden in Tel Aviv und anderswo weiter an.
Von Woche zu Woche schwillt die Menge der Protestierenden in Tel Aviv und anderswo weiter an.

Jerusalem - An neuen Protesten gegen soziale Ungleichheit in Israel hat sich eine Rekordzahl von Demonstranten beteiligt. Fast 250'000 Menschen seien am Abend in Tel Aviv und anderswo im Land auf die Strasse gegangen, sagte ein Sprecher der israelischen Polizei.

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Allein in Tel Aviv demonstrierten demnach mehr als 200'000 Menschen, in Jerusalem rund 30'000. Weitere Demonstranten kamen immer noch hinzu. Es sind damit die grössten Sozialproteste in der Geschichte Israels. Die Proteste gegen Wohnungsnot, steigende Lebenshaltungskosten und die Verschlechterung der Gesundheitsversorgung und des Bildungssystems setzen die Regierung in Israel seit Mitte Juli zunehmend unter Druck.

Die Organisatoren hatten im Vorfeld der Kundgebungen am Samstag auf mehr als 200'000 Teilnehmer gehofft. Diese Marke wurde als Indikator gesehen, ob die Protestbewegung weiter an Zulauf gewinnt oder sich abzuschwächen beginnt. Vor einer Woche hatten zunächst mehr als 100'000 Menschen gegen die Missstände demonstriert.

Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat als Reaktion auf die Proteste eine Kommission eingesetzt, die mit den Vertretern der Demonstranten verhandeln soll.

In dieser Woche von ihm angekündigte Reformen im Wohnungssektor gehen der Protestbewegung aber noch nicht weit genug. Sie verlangt den massiven Bau von Wohnungen, die zu erschwinglichen Preisen vermietet werden, die Besteuerung von leerstehenen Apartments, die Erhöhung des Mindestlohns und eine kostenlose Schulausbildung für alle Altersgruppen.

(et/sda)

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