Krise beim Fastenopfer:
Immer weniger Spenden für Fastenopfer
publiziert: Mittwoch, 31. Mai 2000 / 16:40 Uhr

Zürich - Das Hilfswerk Fastenopfer hat 1999 Spenden von knapp über 22 Millionen Franken erhalten. Dies ist im Vergleich zu 1998 ein Rückgang von vier Prozent. Der Grossteil der Spenden ging laut Jahresrechnung für die Opfer der vielen Katatrophen ein.

Gestiegen ist hingegen der Aufwand: 1999 wurden nahezu 23 Millionen Franken für Projekte ausgegeben, ein Jahr zuvor waren es 19 Millionen gewesen. Finanziert wurden zum grössten Teil Projekte in den Bereichen Entwicklung (12 Millionen) und Mission (6 Millionen). Für Inlandprojekte wurden 3,4 Millionen aufgewendet.
Das Fastenopfer wurde vor 40 Jahren von katholischen Jugendorganisationen gegründet. Aktuell führt das Hilfswerk 260 Entwicklungsprojekte und 255 Pastoral-Missionen in 30 Ländern in Latein- und Südamerika, Afrika und Asien.
Geleitet wird das katholische Hilfswerk von einem Stiftungsrat, einer Verwaltungskommission und einer Kontrollstelle. Der Stiftungsrat besteht aus den sechs Bischöfen, zwei Äbten und acht weiteren Personen, die durch den so genannten Aktionsrat bestimmt werden. Der St. Galler Bischof Ivo Fürer ist Präsident des Stiftungsrats. Anne-Marie Holenstein ist seit 1995 Direktorin von Fastenopfer und damit Mitglied der Geschäftsleitung.

(sda)

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