Immer weniger Verkehrstote
publiziert: Dienstag, 20. Feb 2007 / 08:30 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 20. Feb 2007 / 14:54 Uhr

Bern - Die Zahl der Verkehrsopfer nimmt weiter ab: Im Jahr 2006 starben auf Schweizer Strassen 371 Menschen, 38 weniger als im Vorjahr. Die Zahl der Schwerverletzten hingegen stagniert nach einer Zählung der Beratungsstelle für Unfallverhütung (bfu).

Die Zahl der schwerverletzten Unfallopfer stagniert auf über 5000.
Die Zahl der schwerverletzten Unfallopfer stagniert auf über 5000.
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Auffällig bei der Zahl der Verkehrstoten ist laut Communiqué der bfu der Rückgang der beiden Hauptunfallursachen: 2006 wurden 19 Prozent weniger Menschen bei Unfällen getötet, die auf übermässigen Alkoholkonsum zurückzuführen sind.

Bei Raserunfällen kamen gar 29 Prozent weniger Menschen ums Leben.

Mit Autos verunfallten im letzten Jahr 161 Personen tödlich, mit Motorrädern 69 und mit Velos 35. Bei Unfällen mit Reisebussen, Lastwagen und anderen Fahrzeugen verloren 30 Personen ihr Leben. Getötete Fussgänger wurden 76 registriert, davon 20 auf Fussgängerstreifen.

Über 5000 Schwerverletzte

«Äusserst unerfreulich» ist für die bfu, dass die Zahl der schwerverletzten Unfallopfer auf über 5000 stagniert. 2006 betrug sie 5075. Hier bleibt die Unfallursache Geschwindigkeit unverändert hoch, beim Alkohol ist gar ein Anstieg um 9 Prozent zu verzeichnen.

Von den Schwerverletzten würden jährlich rund 1700 Personen zu dauerhaft Teil- oder Vollinvaliden, schreibt die bfu. Die Beratungsstelle stehe daher mehr denn je hinter dem bundesrätlichen Ziel, bis 2010 die Zahl der Toten im Strassenverkehr auf 300 und diejenige der Schwerverletzten auf 3000 zu senken.

Erhöhung der Sicherheit

Doch das sei nur möglich, wenn weitere Anstrengungen zur Erhöhung der Strassenverkehrssicherheit unternommen würden. Konkrete Vorschläge dazu seien im nationalen Verkehrssicherheitsprogramm Via sicura enthalten.

Als Sofortmassnahme hat die bfu beschlossen, im Februar den TV-Spot «Ein Glas ist okay» wieder zu schalten, wie bfu-Direktorin Brigitte Buhmann im Schweizer Radio DRS sagte. Auch wolle man Kontakt mit der Polizei aufnehmen, damit die Alkoholkontrollen möglichst wieder intensiviert würden.

Ausserdem werde die bfu versuchen, auf Behördenebene zu intervenieren, dass in der Schweiz die Null-Promille-Limite für Neulenker eingeführt werde. Vorbild sei dabei Deutschland.

(bert/sda)

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