Impfung von Risikogruppen hat Priorität
publiziert: Freitag, 10. Nov 2006 / 16:09 Uhr

Bern - Zum dritten Mal hat in der Schweiz der nationale Grippeimpftag stattgefunden - mit mässigem Erfolg.

Ziel war es, so genannte Risikogruppen zu motivieren, sich impfen zu lassen.
Ziel war es, so genannte Risikogruppen zu motivieren, sich impfen zu lassen.
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Ziel war es, so genannte Risikogruppen zu motivieren, sich impfen zu lassen. Im Vergleich zum Vorjahr wurde das Angebot nur mässig genutzt. «Wir verzeichneten am Grippeimpftag einen mässigen Zulauf an Patienten, die sich impfen lassen wollten», sagte Allgemeinmediziner Markus Battaglia vom Gesundheitszentrum MediX in Bern auf Anfrage. Im Vorjahr sei die Nachfrage, bedingt durch die Vogelgrippe, deutlich höher gewesen, merkte Battaglia an.

Am nationalen Impftag sollen nur so genannte Risikopatienten eine Impfung erhalten. Dazu zählen beispielsweise Menschen über 65, chronisch Kranke und Heimbewohner, aber auch Medizinal- und Betreuungspersonal.

Dieses Jahr seien rund 11 Prozent mehr an Impfstoff produziert worden, sagte Ursula Laubscher vom Kollegium für Hausarztmedizin. Laut Laubscher stehen national insgesamt etwa 1,4 Millionen Impfdosen bereit.

Laubscher schätzt, dass sich pro Jahr nur etwa zwei Drittel aller Risikopatienten impfen lassen. Um diese Zahl zu steigern, soll der nationale Impftag auch im kommenden Jahr wieder durchgeführt werden.

Für die Organisation ist das Kollegium für Hausarztmedizin, der Dachverband der Schweizer Grundversorger, verantwortlich. Unterstützt wird der Tag vom Bundesamt für Gesundheit und der Verbindung Schweizer Ärzte.

(smw/sda)

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