Bundesamt für Sozialversicherung wehrt sich
Impotenz keine Krankheit: Viagra ist nicht kassenpflichtig
publiziert: Donnerstag, 17. Mai 2001 / 09:32 Uhr

Bern - Viagra wird von den Krankenkassen weiterhin nicht bezahlt. Das Bundesamt für Sozialversicherung (BSV) wehrt sich gegen ein Urteil der Eidgenössischen Rekurskommission für die Spezialitätenliste. Das Missbrauchspotential bei Viagra sei zu gross.

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Auf eine Beschwerde der Herstellerfirma Pfizer AG hatte die Rekurskommission das BSV Ende März aufgefordert, neu über die Kassenpflichtigkeit von Viagra zu befinden. Definitiv entscheiden wird nun das Eidgenössische Versicherungsgericht. Bis dahin bleibt das Präparat von der Grundversicherung ausgeschlossen.

Nicht zu kontrollieren

Für eine eng begrenzte Patientengruppe mit multipler Sklerose, Verletzungen oder Operationen im Genitalbereich, Verletzungen des Rückenmarks, schwerem Diabetes oder medikamentös behandelten Depressionen sei Viagra wirksam und zweckmässig, räumt das BSV ein. In der Praxis lasse sich dieser begrenzte Einsatz aber weder durchsetzen noch kontrollieren.

Laut BSV ist die Gefahr des Missbrauchs zu gross: Ein Grossteil der Männer, die ab einem gewissen Alter zeitweise an Erektionsstörungen litten, könnte Anspruch Viagra erheben. Dabei könnten die Ärzte die von der Rekurskommission verlangten Einschränkungen nicht einhalten, weil sie sich auf die Angaben der Patienten verlassen müssten.

Werbeverbot missachtet

Weiter weist das BSV darauf hin, dass die Aufnahme von Viagra in die Spezialitätenliste schwer absehbare Kostenfolgen hätte. Zudem müsste der Preis im Vergleich mit dem Ausland nochmals überprüft werden. Nach Ansicht des BSV hat Pfizer im übrigen mit ganzseitigen Inseraten zum Thema «erektile Dysfunktion» das Werbeverbot für kassenpflichtige Medikamente verletzt.

(la/sda)

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