In Algerien ist Gewalt an der Tagesordnung
publiziert: Samstag, 18. Okt 2003 / 13:12 Uhr

Paris - Führende Menschenrechtsorganisationen werfen Behörden und Militär in Algerien anhaltenden Machtmissbrauch und Gewalt vor. Sie seien verantwortlich für das Elend im eigenen Land.

In Algerien sei Gewalt an der Tagesordnung.
In Algerien sei Gewalt an der Tagesordnung.
Auch wenn die Gewalt in den vergangenen Jahren nachgelassen hat, bleiben die Menschenrechtsverletzungen doch an der Tagesordnung, heisst es in dem am Samstag in Paris veröffentlichten Bericht, den die Reporter ohne Grenzen zusammengestellt haben.

Die Organisationen rechnen vor, dass in den vergangenen zehn Jahren zwischen 100 000 und 200 000 Menschen in Algerien getötet worden sind, vor allem in den 90er Jahren.

Dokumente von amnesty international (ai), Human Rights Watch, der Internationalen Vereinigung der Menschenrechtsorganisationen (FIDH) und der algerischen Liga zur Verteidigung der Menschenrechte sind in das Schwarzbuch eingegangen.

Aufgeführt werden die Unterdrückung der Unruhen in der Kabylei seit dem Jahr 2001, die Behördenwillkür gegen Verteidiger der Menschenrechte und die weiterhin Hunderten von Toten durch Gewalt in jedem Jahr.

(rr/sda)

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