In Appenzell Innerrhoden lebts sich am besten
publiziert: Dienstag, 11. Nov 2008 / 13:45 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 11. Nov 2008 / 16:44 Uhr

Zürich - Landluft macht reicher: In ländlichen Kantonen bleibt dem Mittelstand unter dem Strich mehr vom Lohn übrig als in städtischen Regionen. Zu diesem Schluss kommt eine Studie der Credit Suisse über das verfügbare Einkommen in den Schweizer Gemeinden.

Den Innerrhodnern steht durchschnittlich am meisten Geld zur Verfügung.
Den Innerrhodnern steht durchschnittlich am meisten Geld zur Verfügung.
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Am günstigsten lebt es sich nach wie vor in Appenzell Innerrhoden. Angesichts regional stark unterschiedlicher Abgaben und Fixkosten stehen auch die Obwaldner, Glarner und Thurgauer gut da: Sie können besonders viel von ihrem Einkommen frei verwenden.

Schlusslicht bildet der Stadtkanton Genf. Auch in beiden Basel, der Waadt und Zürich bleibt durch teure Mieten und hohe Fixkosten weniger übrig als im Landesdurchschnitt. Der Kanton Bern entspricht hingegen genau dem Schweizer Mittelwert. Etwas besser gestellt sind von den grossen Kantonen Luzern, Aargau und St. Gallen.

«Reine Steuervergleiche genügen für das Ausrechnen des frei verfügbaren Einkommens nicht», sagte der CS-Ökonom Thomas Rühl bei der Präsentation der Studie in Zürich. Was die verfügbaren Mittel ebenfalls mindert, sind wohnortabhängige Abgaben wie Mietnebenkosten, Krankenkassenprämien oder kommunale Gebühren.

Hohe Immobilienpreise in Zug und Schwyz

Messlatte für die CS-Ökonomen ist der RDI-Indikator (Regional Disposable Income) für die 2700 Schweizer Gemeinden. Methodisch ausgewertet wurde die finanzielle Situation der Haushalte zwischen knapp 40'000 und 180'000 Franken Jahreseinkommen. Die mittleren 80 Prozent der Schweizer Haushalte bilden diese Bandbreite.

Zuletzt hatte die CS schweizweit die verfügbaren Einkommen 2006 erhoben. Im Vergleich dazu sind besonders die Kantone Obwalden, Thurgau, Solothurn und Schaffhausen in der nationalen Rangliste nach oben geklettert. Diese Kantone haben in jüngster Zeit ihre steuerlichen Rahmenbedingungen verbessert.

Zurückgefallen sind hingegen Schwyz, Nidwalden und Zug. Dort werden die bekannten Steuervorteile teilweise von gestiegenen Immobilienpreisen wieder weggefressen.

(ht/sda)

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