Grosse Unterschiede zwischen den Städten
In Biel leben die meisten Sozialhilfebezüger
publiziert: Dienstag, 30. Aug 2011 / 10:08 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 30. Aug 2011 / 14:29 Uhr
Kein Geld: Mehr Sozialhilfeempfänger in vielen Städten.
Kein Geld: Mehr Sozialhilfeempfänger in vielen Städten.

Bern - 2010 haben mehr Städter Sozialhilfe bezogen als in den Vorjahren - allerdings viel weniger als vor der Krise befürchtet. Am schlechtesten steht Biel da. Das grösste Risiko haben Geschiedene, Kinderreiche sowie ledige Männer.

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Die Zahl der Sozialhilfebezüger in den Städten wächst Vor allem geschiedene Städter brauchen Hilfe Seit 2006 konnten die Sozialämter mit positiven Schlagzeilen aufwarten: Jahr für Jahr waren in den Städten weniger Menschen von der Sozialhilfe abhängig.

2010 nun wurde diese Entwicklung gebremst. In den 13 Städten, welche die Städteinitiative Sozialpolitik unter die Lupe genommen hat, ist die Zahl der Fälle gegenüber 2009 um durchschnittlich zwei Prozent gestiegen. Den Bericht dazu haben Vertreter der Städte am Dienstag in Bern vorgestellt.

Das Bild ist jedoch sehr uneinheitlich. Mehr Sozialhilfeempfänger als in den Vorjahren gab es in in Bern, Biel, Lausanne, Luzern, Schaffhausen, Schlieren ZH, Winterthur ZH und Zug. In Zürich lebten gleich viele Menschen von der Sozialhilfe, und in vier Städten waren es weniger: in Basel, St. Gallen, Uster ZH und Wädenswil ZH.

Die Unterschiede sind beträchtlich. Während die Sozialhilfequote in Biel bei 10,9 Prozent liegt, beträgt sie in Uster nur gerade 1,7 Prozent.

Hohes Risiko für Geschiedene

Damit stehen die Städte allerdings weit besser da als befürchtet - für die Initiative "eine positive Überraschung". Vor der Krise sei ein Anstieg der Fälle um bis zu 30 Prozent prognostiziert worden, sagte Martin Waser vor den Medien. Waser ist Zürcher Sozialvorsteher (SP) und Präsident der Städteinitiative.

Noch unklar ist, welche Auswirkungen das revidierte Gesetz über die Arbeitslosenversicherung hat. Es trat am 1. April 2011 in Kraft und hat Tausenden von Arbeitslosen auf einen Schlag den Anspruch auf Arbeitslosengelder entzogen. "Die Revision hat sicher einen negativen Effekt", sagte Waser, "wir können ihn aber noch nicht beziffern - bisher ist er jedenfalls sehr klein".

Das grösste Risiko, den Gang zum Sozialamt antreten zu müssen, haben bestimmte Gruppen: Geschiedene, Kinderreiche, ledige Männer, Alleinerziehende, Menschen ohne Berufsabschluss und Ausländerinnen. In Lausanne müssen 14 Prozent aller geschiedenen Frauen und Männer sowie 12,2 Prozent der ledigen Männer auf Sozialhilfe zurückgreifen. In Biel liegen diese Quoten bei 15 Prozent und 11,8 Prozent.

 

 

(fkl/sda)

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An zombie1969
Seit Monaten schreiben Sie recht selbstmitleidig und nicht ganz genau der Wahrheit entsprechend in dieses Forum. Ich hätte mal eine Frage an Sie: Wie ist es möglich, dass Sie mit Jahrgang 1969 25 Jahre lang AHV und ALV einbezahlt haben?

Drei mögliche Antworten liefere ich Ihnen gleich selber.

a) Sie können nicht rechnen.
b) Sie können rechnen, halten uns aber für zu dumm dazu.
c) Sie sind schon als 16-Jähriger von Ihrem Lehrmeister auf's Übelste ausgenutzt worden. Wider besseres Wissen von Seiten des Arbeitgebers notabene.

Wie jeder weiss, können Sie, wenn Ihr angegebener Jahrgang stimmt, erst ab 01.01.1987 AHV und ALV bezahlt haben. Zehn Monate sind Sie also arbeitslos... Rechnen Sie mal selber nach.

Muss ich noch schreiben, das nur Arbeitslosengeld beziehen kann, wer vermittlungsfähig ist und nur Sozialhilfe, wer sie auch benötigt und zum Beispiel selber für Kost und Logie aufkommen muss? Wohl kaum. Lassen Sie also bitte Ihre Gehässigkeiten gegenüber Fremden, suchen Sie die Schuld nicht immer bei anderen, sondern schauen Sie öfters mal in den Spiegel. Ich bin auch eine Steuerzahlerin und mich reut ebenfalls jeder Rappen, der unnütz verschwendet wird. Mich reut aber keine 1000-er Note, wenn sie zur Ausbildung oder zur Umschulung verwendet wird.

Kennen Sie das? Bei Spenden an die Hilfswerke können wir angeben, wozu unser Geld eingesetzt werden soll. Ich wäre dafür, dass wir dies auch bei unseren Steuergeldern bestimmen dürften.

Zum Thema: Ich bin sehr froh darüber, dass ich Arbeit habe, eine Garantie dafür gibt es heutzutage aber für niemanden. Mit einem geschiedenen Vater habe ich mal gearbeitet, der musste sich trotz gutem Lohn wirklich ziemlich strecken, damit er seine Alimente pünktlich bezahlen konnte. Zum Leben blieb ihm nicht viel, von der hohen Kante gar nicht zu sprechen. Er war kein Sozialhilfebezüger.

Viele haben hier schon geschrieben, dass sich die Schere immer weiter öffnet. Ich verzichte jetzt darauf, aber es ist tatsächlich so, dass der Mittelstand auch bei uns langsam verschwindet.

Nein. zombie1969, daran sind meines Erachtens nicht die Ausländer schuld, auch wenn das Ihr sehnlichster Wunsch ist.

Bekomme ich eine freundliche Antwort von Ihnen?
Wer bezieht denn hier
Fürsorgegelder? Ich habe 25 Jahre ununterbrochen in der gleichen Firma
gearbeitet (hätte nochmals 20 Jahre dort arbeiten können) und dann den Job
verloren wegen übelsten nachgewiesenen Verleumdungen, Dokumentefälschung und Beschimpfungen seitens der Behörden BfM und Migrationsamt TG. Hatte nie Betreibungen, Steuerschulden etc. was durch Dokumente belegt ist. Ich erhalte folgendes Arbeitslosengeld nach 25 Jahren einzahlen und nach 10 Monaten unverschuldeter Arbeitslosigkeit: 0 Fr. Arbeitslosengeld, Sozialhilfe 0 Fr. Also von Anspruch auf Arbeitslosengeld / Sozialhilfe zu sprechen entspricht nicht der Realität.
Zumindest nicht wenn 25 Jahre lückenlos einbezahlt wurde und man gebürtiger
CH-Bürger ist.
.
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