In Deutschland streiken die Kindertagesstätten
publiziert: Freitag, 15. Mai 2009 / 08:29 Uhr / aktualisiert: Freitag, 15. Mai 2009 / 17:51 Uhr

Köln/Berlin - Zu Beginn einer unbefristeten Streikwelle an Kindertagesstätten sind in Deutschland hunderte Einrichtungen lahmgelegt worden - das grosse Chaos blieb aber aus.

Rund 60 Kinderkrippen in Bremen und Bremerhaven blieben nach Angaben der Gewerkschaft ver.di geschlossen. (Archivbild)
Rund 60 Kinderkrippen in Bremen und Bremerhaven blieben nach Angaben der Gewerkschaft ver.di geschlossen. (Archivbild)
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Rund 11'000 Erzieherinnen und Sozialarbeiter legten in sieben Bundesländern die Arbeit nieder, wie die Gewerkschaften ver.di und GEW in Berlin und Frankfurt mitteilten.

Mit dem Streik wollten die Beschäftigten Forderungen nach Lärmschutz, rückengerechtem Mobiliar und weniger Arbeitsdruck unterstreichen. Der Gesundheitsschutz für die 220'000 Erzieherinnen und Sozialarbeiter bei den Kommunen soll tarifvertraglich geregelt werden.

Zehntausende Eltern mussten für ihre Kinder eine andere Unterbringung organisieren oder sie selbst betreuen - sie waren aber nach Gewerkschaftsangaben gut informiert und hatten sich frühzeitig um Alternativen bemüht.

«Wir haben einen langen Atem»

In einzelnen Städten waren bis auf Notfalldienste alle Kitas dicht. Gewerkschaftsvertreter werteten die Beteiligung am ersten Tag des Arbeitskampfes als Beleg für Dringlichkeit ihrer Forderungen.

Ver.di-Chef Frank Bsirske drohte mit einem langen Arbeitskampf und kündigte eine Ausweitung auch auf andere Bundesländer am Montag an. «Wir haben einen langen Atem.» Er betonte, dass «die körperlichen und emotionalen Belastungen gross» seien.

Vor allem die Lärmkonfrontation mit gemessenen Spitzenwerten von weit mehr als 100 Dezibel müsste alarmieren. «Das entspricht dem Wert eines startenden Düsenjets», sagte Bsirske. Muskel- und Skeletterkrankungen seien weit verbreitet, weil die Erzieherinnen ständig Kinder hochheben müssten.

(smw/sda)

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