In Lausanne den Turniersieg im Visier
publiziert: Freitag, 8. Feb 2008 / 09:17 Uhr / aktualisiert: Freitag, 8. Feb 2008 / 17:34 Uhr

Nach dem Turniersieg im November am Deutschland-Cup und einer erfolgreichen Länderspielreise im Dezember (zwei Siege aus drei Spielen) will das Eishockey-Nationalteam am Heimturnier in Lausanne die positiven Eindrücke der letzten Wochen bestätigen.

Ralph Krueger möchte in den kommenden Tagen das Schweizer Hockey zelebrieren.
Ralph Krueger möchte in den kommenden Tagen das Schweizer Hockey zelebrieren.
«Natürlich wollen wir unser Heimturnier gewinnen», sagt Ralph Krueger. Anderseits spielen beim Februar-Termin, unmittelbar vor Beginn der Playoffs, auch andere Aspekte eine wichtige Rolle.

Weil in der Meisterschaft Ende Monat die entscheidende Phase beginnt, liess der Nationalcoach beispielsweise am Mittwochabend den leicht angeschlagenen Berner Goalie Marco Bührer zum Klub zurückkehren. Statt Bührer stehen nun gegen Deutschland (Freitag), die Slowakei (Samstag) und Frankreich (Sonntag) Ronnie Rüeger und Thomas Bäumle vor dem Schweizer Tor.

Chance auf WM-Einsatz

Ralph Krueger wird das Abschneiden in Lausanne aber nicht nur an den Ergebnissen messen. Seine Mannschaft, die zuletzt im Ausland äusserst kompakt auftrat, soll die vielen guten Eindrücke vor eigenem Publikum bestätigen. Die Spieler und die Zuschauer sollen Spass haben. Es gehe in den kommenden Tagen auch darum, das Schweizer Hockey zu zelebrieren. Krueger: «Wir fesseln die Spieler im Moment nicht mit taktischen Handschellen.»

Beim Zelebrieren in Lausanne fehlen einige Titulare. Torhüter David Aebischer wurde auch nach Bührers Forfait so wenig aufgeboten wie Martin Plüss, Paul Di Pietro und Patrick Fischer.

Zu bedeuten habe das nichts, so Krueger, denn «wir mussten Platz schaffen für Spieler wie Christen, Wick und Déruns». Diese Spieler gefielen im November oder Dezember und erhalten nun eine Möglichkeit, sich nochmals für die WM-Teilnahme im Mai zu empfehlen. Wer aber mit an die Weltmeisterschaft nach Kanada darf, entscheidet sich erst im April.

Probleme der Deutschen

Die Probleme, mit denen sich Krueger vor einem Jahr konfrontiert sah, stellen sich im Moment dem deutschen Coach Uwe Krupp. Die Deutschen sind am Freitag der erste Gegner der Schweizer. Vor dem Turnier kritisierten die Kölner Haie die «fehlende Kommunikation» des Bundestrainers, ausserdem provozierte die Nichtberücksichtigung des DEL-Topskorers Hock eine öffentliche Polemik. Krupp nominierte für das Lausanner Turnier jene Leute, mit denen er auch die WM plant.

Im slowakischen Team figurieren zahlreiche Söldner. Aus der NLA sind Stanislav Hudec (Basel), Juraj Kolnik (Servette) und Peter Sejna (ZSC Lions) mit von der Partie. Krueger: «Die Deutschen und die Slowaken werden sich ähnlich stark präsentieren wie im November und im Dezember. Sie sind ideale Gegner für uns. Die Spiele verlaufen immer äusserst umstritten.»

Frankreich im Fokus

Für Krueger und seine Assistenten stellen indes die Franzosen den interessantesten Gegner dar. Von den Franzosen wisse er im Moment noch nicht viel, gibt Krueger zu. Am 3. Mai werden aber die Schweizer gegen Frankreich in Québec City das erste WM-Spiel bestreiten.

Krueger: «In den nächsten drei Monaten wollen wir über die Franzosen möglichst viel erfahren, wir werden ihre drei Spiele in Lausanne genauestens analysieren.» Die Franzosen treten mit einer erfahrenen Equipe an. Zehn Akteure bestritten schon über 100 Länderspiele. Aus der NLA figuriert Laurent Meunier (Servette) im Team, nicht aber Sébastien Bordeleau (Bern).

Gute Stimmung in Lausanne

Nach drei (stimmungslosen) Austragungen in Basel verlegte der Schweizer Verband sein Vierländerturnier erstmals an den Genfersee. In Lausanne bestritt die Schweiz vor fast fünf Jahren das letzte Länderspiel (1:1 gegen Tschechien im April 2003). Die Organisatoren hoffen, dass die Fans den Anlass mittragen.

Im Vorverkauf wurden 500 Dauerkarten und 2000 Tickets abgesetzt. Damit wurden die Basler Zahlen aus dem Vorjahr bereits dreimal übertroffen. Für Gérard Scheidegger, den Geschäftsführer des HC Lausanne, stellt diese Zahl eine gute Basis dar. Scheidegger: «Wir hoffen, dass am Freitag und am Samstag jeweils vier- bis fünftausend Leute in die Malley-Halle kommen.»

Programm
(8.-10. Februar). Heute Freitag: Slowakei - Frankreich (16.00 Uhr). Schweiz - Deutschland (20.10). - Samstag: Deutschland - Frankreich (16.00 Uhr). Schweiz - Slowakei (20.00). - Sonntag: Slowakei - Deutschland (12.00 Uhr). Schweiz - Frankreich (16.00).

(bert/Si)

 
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