In Montenegro hat die Präsidentenwahl begonnen
publiziert: Sonntag, 11. Mai 2003 / 09:03 Uhr

Podgorica - In Montenegro hat die Wiederholung der Präsidentenwahl begonnen. Mehr als 450 000 Wahlberechtigte sind aufgerufen, ihre Stimmen abzugeben.

Serbien-Montenegro.
Serbien-Montenegro.
Um das Präsidentenamt ringen drei Kandidaten. Der amtierende Staatschef und Vizevorsitzender der regierenden Demokratischen Partei der Sozialisten, Filip Vujanovic, gilt als absoluter Wahlfavorit. Der Erfolg hängt dieses Mal nicht von der Wahlteilnahme ab.

Nach der gescheiterten Präsidentenwahl, deren Urnengänge am 22. Dezember des Vorjahres und 9. Februar dieses Jahres stattgefunden hatten, ist die Gesetzesbestimmung, wonach die Wahlergebnisse nur dann gültig sind, wenn sich am Urnengang mehr als die Hälfte der Wahlberechtigten beteiligt, gestrichen worden. Bei der letzten Wahl lag die Beteiligung bei etwa 46 Prozent.

Die Herausforderer von Vujanovic, der Führer des Liberalen Bundes Miodrag Zivkovic und der unabhängige Präsidentschaftskandidat Dragan Hajudkovic, gelten eher als Outsider. Die Oppositionsparteien konnten sich nicht über einen gemeinsamen Präsidentschaftskandidaten einigen, der auch die Unterstützung der grössten Oppositionskoalition bekommen würde.

Meinungsumfragen zufolge dürfte die Wahlteilnahme höher als bei der letzten Präsidentenwahl liegen, die von der Oppositionskoalition Gemeinsam für die Veränderungen, aber auch vom Liberalen Bund boykottiert worden war

Die rund 1100 Wahllokale schliessen um 21 Uhr. Das Zentrum für Demokratische Transition (CDT) hat seine Hochrechnungen über die Endergebnisse für 22 Uhr angekündigt. Die ersten offiziellen Wahlergebnisse werden erst am Montag erwartet.

Den Wahlverlauf werden montenegrinische nichtstaatliche Organisationen mit fast 1000 Beobachtern verfolgen. Die OSZE-Delegation setzt sich aus 19 Wahlbeobachtern zusammen. Die Schweiz beteiligt sich mit vier Wahlbeobachtern.

(bsk/sda)

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