Nach den Terrorakten in den USA
In der Flugbranche sind 100'000 Jobs in Gefahr !
publiziert: Dienstag, 25. Sep 2001 / 21:17 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 25. Sep 2001 / 22:25 Uhr

Zürich - Die Swissair steht nicht alleine da. In der wohl schlimmsten Krise in der Geschichte der Flugbranche werden nach den Attentaten in den USA rund um den Globus milliardenschwere Hilfspakete geschnürt, um die Gesellschaften vor dem Bankrott zu bewahren. Weltweit sind rund 100'000 Arbeitsplätze in der Flugbranche in Gefahr.

Schon vor den verheerenden Terroranschlägen in den USA war die Luftfahrt einem eisigen Wind ausgesetzt gewesen. Nachdem jedoch am 11. September entführte Flugzeuge in die Türme des World Trade Centers und ins Pentagon rasten und damit tausende von Menschenleben ausgelöscht worden waren, verschärfte sich die Situation der Fluggesellschaften drastisch.

Die Swissair besonders unter Druck

Die hoch verschuldete Swissair trifft dies besonders hart. Am Dienstag hat sie einen radikalen Konzernumbau mit einer Fusion von Crossair und Swissair angekündigt. Tausende von Stellen stehen auf dem Spiel.
Doch nicht nur die Swissair ist derart unter Druck. Bislang wurde weltweit ein Abbau von knapp 100 000 Arbeitsplätzen in der Flugbranche angekündigt. Der massivste Stellenabbau findet in den USA statt. Boeing streicht 20 000 bis 30 000 Arbeitsplätze, American Airlines und United Airlines je 20 000.

Die Fluggesellschaften sind weltweit auf staatliche Hilfe angewiesen, nachdem die Versicherungen nach den Anschlägen in den USA künftig statt bis zu 1 Mrd. Dollar nur noch bis zu 50 Mio. Dollar haften wollen, wenn es bei gewaltsam verursachten Unglücken zu Schäden bei Dritten kommt.

Bund mit Zusicherung in letzter Minute

Der Bund deckt künftig das Versichgerungsrisiko der Swissair. Er haftet bis maximal 2 Mrd. Franken pro Ereingnis. Der Bund hat diese Zusicherung am Montag in letzter Minute gemacht. Ohne Garantie und damit ohne ausreichenden Vertsicherungsschutz hätten die Flugzeuge der Swissair Group am Dienstag nicht starten dürfen.
Auch die Europäische Union, sowie Einzelländer wie Deutschland, Polen, Österreich, Grossbritannien oder Brasilien haben einer Deckung zugesagt. In Deutschland werden auch Flughäfen in das staatliche Programm miteinbezogen. Die japanischen Fluglinien Japan Airlines, All Nippon Airways und Japan Air System haben ebenfalls beim Staat angeklopft.
Für die Fluggesellschaften spitzt sich die Lage weiter zu. In den USA haben am Dienstag die American Airlines zusätzlich zur angekündigten Stellenreduktion die Beschäftigten um eine Lohnkürzung gebeten. Alitalia kündigte gleichentags die Streichung von 2500 Stellen und mehrere Strecken an. Auch die China Eastern Airlines streicht Flüge.

Rufe nach staatlicher Hilfe

In der Schweiz macht sich seit dem Wochenende eine Arbeitsgruppe unter dem ehemaligen FDP-Nationalrat Ulrich Bremi daran, in Zusammenarbeit mit Wirtschaft und Politik Lösungen zur Rettung der Swissair zu suchen. Der Tenor ist, dass die Wirtschaft die Fäden ziehen soll, der Staat soll eine begleitende Rolle übernehmen.
Die USA hat ihren Airlines bereits staatliche Hilfe in der Höhe von total 18 Mrd. Dollar zugesichtert. Die Europäische Union hat dazu noch nicht das letzte Wort gesprochen.

Auch Flughäfen betroffen

Von den Kündigungen der Versicherungen gegen Kriegs- und Terrorschäden sind neben den Airlines aber auch die Flughäfen betroffen. Der Flughafen Zürich hat den Bund um die Erteilung einer Staatsgarantie für Kriegsrisiken ersucht. Die zuständigen Departemente haben am Dienstag damit begonnen, die nötigen Abklärungen vorzunehmen.
Die deutschen Flughäfen sollen nach Angaben vom Dienstag nach der Kündigung der Versicherungen gegen Drittschäden in Kriegs- und Terrorfällen auch staatliche Hilfen erhalten.

(ba/sda)

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