In der Tessiner SVP hängt der Haussegen schief
publiziert: Mittwoch, 11. Apr 2007 / 17:11 Uhr

Lugano - Eros Mellini, der Sekretär der Tessiner SVP, hat seinen Parteikollegen Umberto Marra wegen Verleumdung verklagt. Der im Stadtparlament von Lugano sitzende Marra hatte behauptet, Mellini beziehe eine IV-Rente.

Eros Mellini habe zwar gesundheitliche Probleme, beziehe jedoch keine IV-Rente.
Eros Mellini habe zwar gesundheitliche Probleme, beziehe jedoch keine IV-Rente.
Es sei richtig, dass er gesundheitliche Probleme habe, teilte Mellini in einem Communiqué mit. Er habe deswegen aber nie einen Antrag auf eine IV-Rente gestellt und beziehe folglich auch keine solche.

Unzutreffend sei überdies, dass er von der SVP für seine Tätigkeit als Kantonalsekretär entlohnt werde.

Eine Entschädigung von 3000 Franken pro Monat erhalte er für die Herausgabe der Parteiwochenzeitung «il Paese».

Ausschluss von Marra gefordert

Mellini verlangt in seiner bei der Tessiner Staatsanwaltschaft eingereichten Strafklage, dass Marra in Zukunft kein Komma mehr über ihn veröffentlichen dürfe.

Zudem beantragt Mellini bei der Luganeser SVP-Sektion den Ausschluss von Marra.

Marra ist mit der Parteileitung im Clinch, seit er vor den kantonalen Wahlen vom 1. April ausgebootet wurde. Er konnte damit seinen Sitz im Grossen Rat nicht verteidigen.

Wahlkampfleiter Mellini wiederum war auf die Liste gesetzt worden. Er schaffte aber die Wiederwahl in den Grossen Rat nicht.

Die SVP war bei den kantonalen Wahlen mit grossen Ambitionen angetreten. Sie verlor indes einen Sitz und stellt nun nur noch 5 der insgesamt 90 Grossräte.

(rr/sda)

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