Einkommensverteilung
In der Waadt gedeiht der reiche Mittelstand
publiziert: Freitag, 5. Dez 2014 / 15:36 Uhr
Waadtländer verdienen gut. (Symbolbild)
Waadtländer verdienen gut. (Symbolbild)

Bern - Von den 50 Schweizer Gemeinden mit dem höchsten mittleren Einkommen liegt fast die Hälfte im Westschweizer Kanton. Im kantonalen Durchschnitt liegen Zug und Baselland an der Spitze, der Jura und das Wallis am Schluss.

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Weitaus am meisten verdienen die Einwohner des Waadtländer Dorfes Chavannes-des-Bois in der Agglomeration Genf, wie eine Auswertung der Steuerstatistik des Bundes durch den «TagesAnzeiger» zeigt. 93'450 Franken betrug dort 2011 das mittlere Reineinkommen. Gemeint ist der Zentralwert, bei dem die eine Hälfte darunter, die andere Hälfte darüber liegt.

An zweiter Stelle folgt Greng FR am Murtensee mit einem Medianeinkommen von 93'100 Franken vor den beiden Waadländer Orten Saint-Saphorin-sur-Morges (92'900) und Crans-près-Céligny (87'650). Als einzige Deutschschweizer Gemeinde unter den Top-15 findet sich Uitikon ZH mit 85'250 Franken auf dem fünften Rang.

Enormes Gefälle

Insgesamt belegt die Waadt 23 Plätze auf der Rangliste der 50 Gemeinden mit dem reichsten Mittelstand. Zürich ist mit zehn Kommunen vertreten, Genf mit acht und Basel-Landschaft mit drei.

Die zehn ärmsten der total 2551 Gemeinden des Landes sind, gemessen am Medianeinkommen, allesamt im Wallis angesiedelt. Lax und Blitzingen im Goms bilden mit 6500 respektive 4500 Franken die Schlusslichter.

Ein grosses Gefälle offenbart sich auch beim mittleren Reineinkommen nach Kantonen. Dieses ist in Zug mit 63'200 Franken rund 40 Prozent höher als im Tessin und im Jura (je 44'400). Gar über 60 Prozent beträgt der Abstand zum Wallis, wo sich ein mittlerer Steuerpflichtiger 2011 mit 38'900 Franken begnügen musste.

Hinter Zug rangieren Baselland und Aargau mit einem Medianeinkommen von 58'300 respektive 55'900 Franken, vor Zürich mit 55'700 Franken. Von den übrigen grösseren Kantonen liegen die Waadt und Luzern (je 50'700) im oberen und St. Gallen (49'900) im unteren Mittelfeld. Bern (47'100) belegt den sechstletzen Platz.

(bg/sda)

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