In uns allen steckt ein Alltagsheld
publiziert: Freitag, 12. Okt 2012 / 08:52 Uhr / aktualisiert: Freitag, 12. Okt 2012 / 10:11 Uhr
Céline Ramseier ist Doktorandin in Volkswirtschaftlehre und Energiewirtschaftan der Professur für Nationalökonomie der ETH Zürich.
Céline Ramseier ist Doktorandin in Volkswirtschaftlehre und Energiewirtschaftan der Professur für Nationalökonomie der ETH Zürich.

Ich möchte Euch eine Geschichte erzählen, die Geschichte von der Kohlmeise, der Taube und den Schneeflocken:

Weiterführende Links zur Meldung:

[project21]
Informationen zu [project21], der studentischen Organisation für Nachhaltigkeit: aktuelle Projekte, Newsletter, Agenda, Projekte von Partnern etc.
project21.ch

Science City Wochenmarkt
Im Oktober findet jeden Donnerstag ein Markt statt auf dem Gelände der ETH Hönggerberg.
ethz.ch

«Wie viel wiegt eine Schneeflocke?» fragte eine Kohlmeise eine Taube.

«Nicht mehr als nichts,» kam die Antwort.

«Da muss ich dir eine wunderbare Geschichte erzählen» sagte die Kohlmeise.

«Ich sass einmal auf einem Tannenzweig, dicht am Stamm, und es fing an zu schneien. Es schneite den ganzen Tag und die ganze Nacht. Da ich nichts Besseres zu tun hatte, fing ich an, die Schneeflocken zu zählen, die sich auf den Zweigen und Nadeln meines Astes aufhäuften. Schliesslich waren es genau 3471952. Als die nächste Schneeflocke sanft auf den Zweig fiel, nicht mehr als nichts wiegend, brach der Zweig ab und fiel zur Erde.»

Somit am Ende ihrer Erzählung, lief die Kohlmeise davon. Die Taube, schon seit Noahs Zeiten Spezialistin in diesen Fragen, bedachte sorgfältig diese Geschichte und meinte schliesslich:

«Vielleicht fehlt nur noch eine Menschenstimme, um Frieden in die Welt zu bringen.»

Aus Gerhard Reichel, «Der Indianer und die Grille», Seite 225

Gemeinsam sind wir stark

Wenn sich alle ein bisschen einsetzen, können wir gemeinsam was erreichen. Die dreimillionstevierhunderteinundsiebzigtausenneunhundertdreiundfünfzigste Schneeflocke schliesslich hat den Durchbruch erreicht. Aber nicht ohne die dreimillionstevierhunderteinundsiebzigtausenneunhundertzweiundfünfzig vorher. Keine der Schneeflocken war wichtiger als die andere, alle haben ihren Beitrag geleistet. Die Geschichte endet mit dem Abbrechen des Astes, alles fällt zu Boden. Ein Ausgang, die Taube jedoch überraschend positiv deutet. Sie stellt fest, wie wichtig jeder einzelne ist. Übertragen auf Klima- und Umweltschutz deute ich die Geschichte so, dass wir es schaffen können, einen klimafreundlichen Lebensstil zu finden. Wir können in unserem Alltag viele klimafreundliche Entscheide treffen ? wir müssen es nur tun.

Studentische Initiativen an der ETH Zürich

Als Studentin an der ETH Zürich kann ich beispielsweise am «Science City Wochenmarkt» frische, saisonale und regionale Produkte einkaufen. Ich kann Freie Software nutzen oder bei [project21], der studentischen Organisation für Nachhaltigkeit, meine Ideen verwirklichen.

Ich selber engagiere mich bei [project21]. Ein Bild über das aktuelle Geschehen bei [project21] konnte ich mir am Willkommensapéro von letzter Woche machen, einem Anlass zu Semesterbeginn, an dem aktuelle Projekte von [project21] und Projekte von Partnern vorgestellt werden. Ich war überaus positiv überrascht, wie viele Möglichkeiten es gibt, sich im Hochschulumfeld für das Klima einzubringen. Und das Beste ist, alle studentischen Initiativen sind sehr unkompliziert und man kann unverzüglich einsteigen, wenn man Lust hat. Newsletter und Kalender von [project21] informieren über die aktuellen Aktivitäten, wie vereinsinterne Anlässe und Projekte oder Partnerinitiativen aus dem Hochschulbereich.

Mein Fazit: An der ETH - und im Alltag - gibt es unzählige Möglichkeiten, sich für den Klima- und Umweltschutz einzusetzen, verbunden mit dem Gewinnen von Erfahrung in Team- und Projektmanagement und einer guten Portion Spass. Auch wenn jeder Beitrag klein erscheinen mag, hat er eine Wirkung - und die ist in der Summe gross.

In diesem Sinne: Seien wir Alltagshelden!

(Doktorandin Céline Ramseier/ETH-Klimablog)

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Lesen Sie weitere Beiträge und diskutieren Sie mit auf: www.klimablog.ethz.ch

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