Indianische Frauen fordern ein Ende der Diskriminierung
publiziert: Donnerstag, 5. Dez 2002 / 08:34 Uhr

Oaxaca - Indianische Frauen aus ganz Amerika haben auf einem Treffen in der mexikanischen Stadt Oaxaca ein Ende ihrer Diskriminierung gefordert. An dem Treffen nahmen 400 Frauen aus 20 Ländern des amerikanischen Kontinents teil.

Es muss Schluss sein mit dem Rassismus, der Ausgrenzung, der extremen Armut und dem Machismo, unter denen wir leiden, heisst es in dem Schlussdokument des Gipfeltreffens.

In dem Papier fordern die Teilnehmerinnen ausserdem das Selbstbestimmungsrecht für die indianischen Völker. Damit könnten diese selber über die Wirtschafts-, Sozial- und Kulturpolitik in ihren Heimatregionen entscheiden.

Ausserdem wird beklagt, dass Frauen als Arbeitnehmerinnen immer noch schlechter als Männer bezahlt würden. Das Wohlergehen der indigenen Völker sei von der Gleichheit zwischen Männern und Frauen abhängig, heisst es in dem Dokument.

Das Treffen in Oaxaca war von der Stiftung der Friedensnobelpreisträgerin Rigoberta Menchú organisiert worden. Menchú, die aus Guatemala stammt und dem Maya-Volk der Quiché angehört, hatte den Nobelpreis 1992 für ihren Kampf für die Menschenrechte in ihrem Heimatland bekommen.

Auf dem amerikanischen Kontinent leben mehr als 50 Millionen Angehörige indigener Völker. In einigen Ländern wie Guatemala oder Bolivien stellen sie die Bevölkerungsmehrheit, leben aber meist in grosser Armut. Indiobewegungen haben in den vergangenen Jahren in vielen Ländern Lateinamerikas politisch an Gewicht gewonnen.

(bert/sda)

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