Indische Insulaner stammen von Ur-Eva ab
publiziert: Donnerstag, 19. Mai 2005 / 15:03 Uhr

Hyderabad - Die Mitglieder zweier primitiver Stämme auf den indischen Andamanen-Inseln sind möglicherweise direkte Nachkommen der ersten Afrikaner, die in Richtung Asien gewandert sind.

Die Mitochondrien-DNA kann auf eine "Ur-Eva" zurückverfolgt werden.
Die Mitochondrien-DNA kann auf eine "Ur-Eva" zurückverfolgt werden.
Dies zeigten Gen-Untersuchungen. Biologen des Zentrums für Zellular- und Molekularbiologie der indischen Stadt Hyderabad untersuchten die DNA von zehn Mitgliedern der Stämme der Onge und der Great Andamanese. Sie leben seit zehntausenden von Jahren in vollkommener genetischer Isolation auf dem abgeschiedenen Archipel.

Die Ergebnisse legten nahe, dass die Stämme direkt von den ältesten modernen Menschen abstammten, sagte Forschungsleiter Lalji Singh. Die Andamanen-Bewohner hätten afrikanische Züge und ihre DNA zeige enge Verbindungen zu Afrika.

Die Mitochondrien-DNA, die in jeder menschlichen Zelle enthalten ist und mütterlicherseits weitergegeben wird, kann auf eine Ur-Eva zurückverfolgt werden, die vor 150 000 bis 200 000 Jahren in Afrika lebte.

Auf dem Seeweg nach Asien

Forscher vermuten, dass Gruppen von Nachkommen dieser Eva vor ungefähr 50 000 Jahren bis 70 000 auf dem Seeweg Richtung Asien zogen.

Die Andamanen-Bewohner seien wie ein Fenster in die Vergangenheit, schwärmte Singh. Sie hielten den Schlüssel zur Herkunft der Asiaten in den Händen und müssten daher geschützt werden. Auf den Andamanen leben vier Steinzeit-Stämme.

Die indische Regierung versucht, Kontakt zur Aussenwelt zu verhindern, um die Traditionen der Stämme zu bewahren und ihre Mitglieder vor eingeschleppten Krankheiten zu schützen.

(fest/sda)

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