Weitere Unruhen in Westindien
Indische Moslem-Familie im Auto verbrannt
publiziert: Freitag, 1. Mrz 2002 / 10:34 Uhr

Ahmedabad - Bei den schwersten Unruhen in Indien seit neun Jahren ist eine moslemische Familie in ihrem Auto verbrannt worden. Acht Menschen kamen ums Leben - zwei Kinder, zwei Frauen und vier Männer.

Die Täter stoppten den Geländewagen im westlichen Bundesstaat Gujarat, zogen Draht um die Fenster, um die Insassen an der Flucht zu hindern, und steckten ihn in Brand. Das berichtete der Fernsehsender 'Star News'. In Ahmedabad war zuvor ein Polizist von einer Menschenmenge ermordet worden.

Die Zahl der Toten stieg damit seit Mittwoch mehr als 200. Allein in Ahmedabad, der grössten Stadt Gujarats, kamen mehr als 100 Menschen ums Leben.

Derweil warfen Fanatiker der beiden Religionsgruppen Steine und Brandsätze gegeneinander. Auch Schüsse waren zu hören. Die Regierung setzte in Ahmedabad, Rajkot, Vadodara und Godhra die Armee ein. In 30 Städten gelten Ausgangssperren. 1'200 Randalierer wurden festgenommen.

(sk/sda)

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