Informatikprobleme: Truppenversorgung leidet
publiziert: Montag, 22. Feb 2010 / 18:11 Uhr / aktualisiert: Montag, 22. Feb 2010 / 20:41 Uhr

Bern - Informatikprobleme führen bei der Versorgung der Schweizer Armee zu Problemen. Einzelne Einheiten müssen laut einem Communiqué des Verteidigungsdepartements (VBS) damit rechnen, dass sie bestelltes Material nicht oder nicht rechtzeitig erhalten.

Rekruten ohne Gewehr? Soweit ist es noch nicht gekommen.
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Wie das VBS mitteilte, liegt der Grund für die Probleme bei Logistik@V, dem ersten umfassenden datenbankbasierten Lagerhaltungsystem der Schweizer Armee, das auf Anfang 2010 eingeführt wurde.

Einerseits ist die Datenbank noch nicht vollständig gespiesen. Auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA erklärte Armeesprecher Christoph Brunner, es gebe zurzeit nach wie vor Material, das nicht über den notwendigen Strichcode verfüge. Bis Mitte Jahr sollten jedoch die Arbeiten soweit fortgeschritten sein, dass das System stabiler läuft.

Bestellungs-Blockaden

Andererseits können kleinste Eingabefehler im System durch das Zeughauspersonal zu Bestellungs-Blockaden führen. Um diesem Problem Herr zu werden, will die Armee nun das Personal nachschulen. Ausserdem sollen die Truppen-Kommandanten besser informiert werden, wann welches Material zur Verfügung steht. Oberste Priorität geniessen die Frühlings-Rekrutenschulen.

Teures System: 60 Mio. Franken

Seit dem Jahr 2007 hat die Einführung des Systems laut Brunner 60 Millionen Franken gekostet. Die durch die Verzögerung verursachten Zusatzkosten können laut Brunner nicht beziffert werden.

Logistik@V ist laut Brunner nicht Teil der Informatiklösungen, für die letztes Jahr der Chef der Armee André Blattmann vorübergehend einen Marschhalt verordnet hatte.

Das System wurde ab Stange gekauft und stammt vom Software-Produzenten SAP. Es soll in etwa 15 Armeen im Einsatz stehen. Die Armee verspricht sich viel von dem System: Es soll ab der definitiven Einführung zu jährlichen Einsparungen von 75 Millionen Franken führen.

(fest/sda)

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