Inhaftierter Assange verteidigt Wikileaks
Inhaftierter Assange: «Wikileaks ist wichtiger denn je»
publiziert: Mittwoch, 8. Dez 2010 / 07:30 Uhr / aktualisiert: Mittwoch, 8. Dez 2010 / 13:09 Uhr
Am Dienstagmorgen stellte sich der Wikileak-Gründer, Julian Assange, in London der Polizei.
Am Dienstagmorgen stellte sich der Wikileak-Gründer, Julian Assange, in London der Polizei.

Sydney - Der inhaftierte Wikileaks-Gründer Julian Assange hat seine Enthüllungsplattform verteidigt. In einem am Mittwoch in der Tageszeitung «The Australian» veröffentlichten Beitrag schrieb der 39-Jährige, Wikileaks sei wichtiger denn je.

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Die Plattform habe mit der Veröffentlichung vertraulicher Dokumente keine Menschenleben in Gefahr gebracht, schrieb er weiter. Während Wikileaks vierjähriger Publikationsgeschichte seien ganze Regierungen verändert worden, aber keine einzige Person, soweit bekannt, verletzt worden.

Die USA hätten jedoch unter stillschweigendem Einverständnis Australiens allein in den vergangenen Monaten Tausende getötet, hiess es in dem Kommentar. Die Demokratie brauche wirkungsvolle und starke Medien, um ehrliche Regierungsführung zu ermöglichen. Dazu habe Wikileaks beigetragen.

Sich der Polizei gestellt

Schweden hatte Assange wegen des Vorwurfes der Vergewaltigung und sexuellen Belästigung von zwei Frauen international zur Fahndung ausschreiben lassen. Am Dienstagmorgen stellte sich Assange in London der Polizei.

Er erklärte dem Richter im Amtsgericht von Westminster, dass er seine Auslieferung von Grossbritannien nach Schweden anfechte. Seinem britischen Anwalt Mark Stephens zufolge gehen die Vorwürfe auf einen «Streit über einvernehmlichen, aber ungeschützten Geschlechtsverkehr» zurück.

In Journalistenclub untergetaucht

Vor seiner Verhaftung fand Assange offenbar monatelang Unterschlupf in dem Londoner Journalistenclub Frontline. «Die meiste Zeit hat er sich hier im Frontline Club aufgehalten», sagte der Gründer des Medienclubs, Vaughan Smith. Er bezog sich damit auf die vergangenen Monate, wollte jedoch keine genaue Zeitspanne nennen, in der sich der 39-jährige Australier in der Einrichtung in London aufhielt.

«Er kam zu uns», sagte Smith weiter, «vor allem weil wir unabhängig sind und er den Club als einen sicheren Ort betrachtete». Der Frontline Club sei für Assange auch ein Ort gewesen, an dem er habe arbeiten und sich mit anderen Journalisten austauschen können.

(ade/sda)

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Hexenjagt
Was momentan abgeht mit Wikileaks bzw. Assange ist sehr bedenklich.

Nicht das ich Assange oder Wikileaks gerade gut fände, aber wie international vorgegangen wird grenzt schon an einen Hollywood Film à la "Staatsfeind No 1".

Das sogar Firmen wie Mastercard da jetzt Spendengelder zurückhalten ist mehr als fragwürdig und könnte für solche Konzerne zum absoluten Marketingdebakel werden, aber die Angst vor Repressalien von den USA ist wohl grösser.

Ich bin ja gespannt wie weit es noch gehen wird. Selbst der Tod von Assange ist nicht mehr auszuschliessen.
Gegenpol zu Macht und Korruption
Politiker stehen mit der Wahrheit meistens auf Kriegsfuss. Deshalb ist es wünschenswert, dass eine Institution einen Blick hinter die Kulissen gewährt. Eine derartige Organisation bewegt sich immer am Rand der Legalität, weil die Dokumente meist illegal zugespielt werden und weil angeblich Staatsgeheimnisse offen gelegt werden.
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