Initianten ziehen «jugend + musik»-Initiative zurück
publiziert: Freitag, 16. Mrz 2012 / 13:46 Uhr
Ziel der Initianten ist, die musikalische Bildung aus ihrem Schattendasein zu holen und sie in der Verfassung zu verankern.
Ziel der Initianten ist, die musikalische Bildung aus ihrem Schattendasein zu holen und sie in der Verfassung zu verankern.

Bern - Die Urheber der Volksinitiative «jugend + musik» sind mit dem Gegenentwurf des Parlaments zufrieden und ziehen ihre Initiative zurück. Damit werden sich Volk und Stände an der Urne nur noch zum neuen Verfassungsartikel «Musikalische Bildung» äussern.

5 Meldungen im Zusammenhang
«Wir sind zufrieden mit diesem Etappensieg», sagte die Aargauer FDP-Ständerätin und Komitee-Präsidentin Christine Egerszegi nach den Schlussabstimmungen in den Räten am Freitag vor den Medien. Der neue Verfassungsartikel entspreche inhaltlich den Vorstellungen der Initianten. Von einem Erfolg zu sprechen, sei nicht übertrieben.

Nun im Abstimmungskampf

Das Initiativkomitee will sich laut Aussagen Egerszegis nun im Abstimmungskampf für den Verfassungsartikel engagieren. Im Falle eines Ja werde es sich dafür einsetzen, dass die neue Bestimmung zum vollen Erfolg werde für alle Kinder und Jugendlichen in der Schweiz.

In der bis zum Schluss spannenden Ratsdebatte habe das Anliegen aus allen Parteien Unterstützung erhalten, sagte Egerszegi. Der neue Verfassungsartikel 67a hält fest, dass Bund und Kantone gemeinsam für den Musikunterricht an Schulen, den Zugang zum Musizieren für Kinder und Jugendliche und die Begabtenförderung zuständig sind.

Der Bund erhält - analog zum Bildungsartikel in der Verfassung - zusätzliche Kompetenzen. Einigen sich Bund und Kantone für den Musikunterricht an Schulen nicht «auf dem Koordinationsweg» auf harmonisierte Ziele, kann der Bund die nötigen Vorschriften erlassen.

Ende 2008 eingereicht

Der Nationalrat hiess den Bundesbeschluss über die Jugendmusikförderung mit 156 gegen 31 Stimmen mit 8 Enthaltungen gut, der Ständerat mit 31 gegen 6 Stimmen bei 6 Enthaltungen. Zum Gegenentwurf hatten die grosse Kammer schon am Donnerstag mit 139 zu 37 Stimmen und die kleine mit 30 zu 6 Stimmen Ja gesagt.

Die Ende 2008 eingereichte Volksinitiative empfahlen beide Kammern nach der Debatte zur Ablehnung. Lanciert wurde sie vom Schweizer Musikrat, einem Dachverband von 60 professionellen und Laien-Musikorganisationen. Bekannte Musiker wie Stephan Eicher, Florian Ast, Peter Reber und Noëmi Nadelmann unterstützten sie.

Ziel der Initianten ist, die musikalische Bildung aus ihrem Schattendasein zu holen und sie - wie den Sport - explizit in der Verfassung zu verankern.

(knob/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Bern - Musikbildung soll für alle zugänglich sein, unabhängig von ihrer finanziellen Lage. Mit diesem Argument steigen die ... mehr lesen
Saxophon-Unterricht an der Musikschule.
Bundesrat und Parlament lehnen die Initiative ab.
Bern - Am 23. September können die Stimmberechtigten über zwei Volksinitiativen und einen Bundesbeschluss ... mehr lesen
Bern - Der Nationalrat empfiehlt dem Stimmvolk, die Initiative «Jugend und Musik» anzunehmen. Bund und Kantone sollen dazu ... mehr lesen
Der Nationalrat sprach sich am Dienstag mit 126 zu 57 Stimmen für das Volksbegehren aus.
SVP Nationalrat Peter Föhn weiss es genau: Böse Menschen haben keine Lieder.
Bern - Der Nationalrat hat am Montagnachmittag die Beratungen zur Volksinitiative ... mehr lesen
Bern - Die musikalische Bildung in der Schweiz soll aus ihrem Schattendasein geführt werden. Dies ist nach den Worten von ... mehr lesen
Nicht alle Kinder erhalten in der Familie eine musikalische Bildung.
Hirschpfeffer! (Archivbild)
Hirschpfeffer! (Archivbild)
Sonderjagd unter Druck  Chur - In Graubünden hat die grösste Jagdveranstaltung der Schweiz begonnen. Die 5200 Bündner Jäger und gut 100 Jägerinnen finden auf der diesjährigen Hochjagd sehr hohe Wildbestände. Darum wird im Spätherbst sehr wahrscheinlich zur politisch umkämpften Sonderjagd geblasen. 
Achtens Asien Die unsägliche Diskussion ums Frühfranzösisch geht unverdrossen weiter. Jenseits aller Vernunft. Ein Zwischenruf aus dem Ausland. mehr lesen   1
Vorschlag in Güte: Früh-Romanisch für alle Primarschüler der Schweiz.
EDK-Präsident Christoph Eymann: «Ich bin zuversichtlich, dass wir eine Lösung finden werden.»
EDK-Präsident will zwei Frühfremdsprachen durchsetzen Bern - Das Ringen um Lösungen im Sprachenstreit geht weiter. EDK-Präsident Christoph Eymann will an zwei Fremdsprachen ...
Frühfranzösisch soll in Nidwalden abgeschafft werden. (Symbolbild)
Bundesrat will Mehrsprachigkeit in der Verwaltung stärker fördern Stans - Mitten in der Diskussion um das Frühfranzösisch setzt der Bundesrat ein Zeichen für die ...
Titel Forum Teaser
  • Midas aus Dubai 3473
    Alles nur "Lüge" Deutsche Presse: Die Zahl der Hartz-IV-Empfänger aus Bulgarien und ... gestern 13:15
  • tigerkralle aus Winznau 95
    Politiker Wenn es nach mir gehen würde müssten die Bundesräte und alle National. ... gestern 08:44
  • zombie1969 aus Frauenfeld 2404
    Der... Gernegross der BDP muss wieder Schlagzeilen machen damit man ihn nicht ... So, 31.08.14 13:48
  • keinschaf aus Wladiwostok 2613
    Die Wirtschaft «Wir würden uns immer noch auf dem Stand der 1990er-Jahre bewegen, und ... Fr, 29.08.14 15:25
  • zombie1969 aus Frauenfeld 2404
    Nur... keine Panik, kommt bestimmt alles ... Fr, 29.08.14 13:02
  • keinschaf aus Wladiwostok 2613
    Schmierentheater Dieweil Poro und Putin eine Art Separatfrieden beschlossen haben (und ... Do, 28.08.14 02:32
  • BigBrother aus Arisdorf 1448
    verdienen kommt von dienen - nicht von nehmen! Ein linker Träumer, der nach seiner Tätigkeit im Bundeshaus mit ... Mi, 27.08.14 16:38
  • Kassandra aus Frauenfeld 973
    Schon wieder so ein Kapitalfehler! Schäfchen, das war nun wirklich keine Glanzleistung, derartig klein bei ... Di, 26.08.14 20:39
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
MI DO FR SA SO MO
Zürich 7°C 14°C leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
Basel 6°C 15°C leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
St.Gallen 9°C 15°C leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
Bern 7°C 19°C leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
Luzern 9°C 20°C leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
Genf 12°C 20°C leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
Lugano 16°C 26°C leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
mehr Wetter von über 6000 Orten