Initiative: Mehr Ausbildungsplätze für Ärzte
publiziert: Mittwoch, 27. Mrz 2013 / 00:00 Uhr / aktualisiert: Mittwoch, 27. Mrz 2013 / 00:41 Uhr
Ein Kollaps im Gesundheitswesen habe bisher durch den Import ausländischer Ärzte abgewendet werden können.
Ein Kollaps im Gesundheitswesen habe bisher durch den Import ausländischer Ärzte abgewendet werden können.

Bern - An Schweizer Universitäten werden zu wenig Ärzte ausgebildet. Weil niemand dafür bezahlen will, werden aber kaum zusätzliche Studienplätze geschaffen. Eine Initiative soll dies nun ändern.

Kompetente Sprachschule im Herzen von Zürich!
10 Meldungen im Zusammenhang
Die Volksinitiative «Mehr Ausbildungsplätze Humanmedizin» will die Kantone verpflichten, so viele Ärztinnen und Ärzte auszubilden, wie in der Schweiz langfristig benötigt werden. Kommen die Kantone dieser Aufgabe nicht nach, sollen sie vom Bund dazu gezwungen werden können.

Ein Kollaps im Gesundheitswesen habe bisher durch den Import ausländischer Ärzte abgewendet werden können, schreiben die Initianten in einer Mitteilung vom Dienstag. Trotzdem müssten immer mehr Hausarztpraxen wegen fehlender Nachfolge geschlossen werden. Probleme gebe es auch in anderen Fachgebieten wie der Psychiatrie, der Gynäkologie und der Pädiatrie.

Genügend Interessenten

Dieser Fachkräftemangel werde sich weiter zuspitzen. Dabei gibt es nach Ansicht der Initianten in der Schweiz genügend motivierte Anwärterinnen und Anwärter auf ein Medizinstudium. Mehr als die Hälfte von ihnen werde jedoch wegen des Numerus Clausus von der Ausbildung ausgeschlossen.

Hinter der Initiative stehen junge Menschen verschiedener Studienrichtungen und Berufsgattungen. Sie wollen das Volksbegehren überparteilich halten und suchen daher vorerst nicht Unterstützung bei einer bestimmten Partei, sagte Sven Strebel, Sprecher des Initiativkomitees, auf Anfrage der sda. Es sei aber nicht verboten, Unterschriften zu sammeln.

Jedoch stehen die Initianten in Verhandlungen mit dem Ärzteverband FMH und weiteren Ärztevereinigungen, wie Strebel sagte. Ergebnisse lägen noch nicht vor. Im Patronatskomitee sitzen mehrere Dutzend Ärzte, unter ihnen der Berner Herzchirurg Thierry Carrel.

Der Startschuss für die Unterschriftensammlung soll am 9. April fallen. Gegen den Ärztemangel in der Schweiz kämpft auch die Initiative «Ja zur Hausarztmedizin».

Frage der Kosten

Dass in der Schweiz zu wenig Ärzte ausgebildet werden, ist unbestritten. Bund und Kantone haben darum letzten Sommer vereinbart, ab 2018/2019 rund 300 zusätzliche Ärztinnen und Ärzte pro Jahr auszubilden. Über die Frage, wer die Mehrkosten von jährlich 56 Millionen Franken übernehmen soll, kam keine Einigung zustande.

Am 8. März 2013 hat der Bundesrat entschieden, für die Periode 2013-2016 keine zusätzlichen Mittel für die Schaffung von Studienplätzen zur Verfügung zu stellen. In der Botschaft zur Förderung von Bildung, Forschung und Innovation für die folgende Periode soll der Ausbau der Humanmedizin aber ein Schwerpunkt bilden.

(fest/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Bern - Die medizinische Grundversorgung in der Schweiz soll gestärkt werden. Das haben Hausärztinnen und Hausärzte mit ... mehr lesen
Vor allem in ländlichen Gebieten ist die flächendeckende Versorgung nicht überall gewährleistet.
Bern - Um den Mangel an Fachkräften in technischen Berufen oder in der ... mehr lesen
Bundesrat Johann Schneider-Ammann.
Bern - Fast ein Viertel der jährlich ausgebildeten Ärztinnen und Ärzte in der Schweiz wandert aus - 120 von ihnen bleiben mehrere Jahre im Ausland. Es ist das erste Mal, dass die Auswanderung von in der Schweiz ausgebildeten Medizinern untersucht wurde. mehr lesen 
Weitere Artikel im Zusammenhang
Bern - In der Schweiz sollen mehr Ärztinnen und Ärzte ausgebildet werden. Bund und Kantone haben sich auf das Ziel geeinigt, ab ... mehr lesen
Die Zahl der Ausbildungsplätze soll in den kommenden Jahren erhöht werden.
Massnahmen gegen Ärztemangel in der Schweiz.
Bern - Die Schweiz soll mehr Ärztinnen und Ärzte ausbilden. Nach dem Ständerat hat ... mehr lesen
Bern - Die Schweiz soll mehr Ärztinnen und Ärzte ausbilden. Nach dem Nationalrat hat auch die Ständeratskommission einer Motion ... mehr lesen
Massnahmen gegen Ärztemangel.
Bern - Die Zahl der Ärzte in der Schweiz hat sich in den letzten 50 Jahren fast vervierfacht - auf über 30'000. Trotz steigender Arztzahlen gibt es aber einen Ärztemangel. Das hängt mit dem steigenden Frauenanteil zusammen, wie die «Schweizerische Ärztezeitung» (SÄZ) schreibt. mehr lesen 
Bern - In der Schweiz gibt es derzeit keinen Ärztemangel. Dies ist das Fazit eines Berichts, den der Bundesrat am Freitag verabschiedet hat. Allerdings bildet die Schweiz zu wenig Ärztinnen und Ärzte aus und ist daher auf ausländische Mediziner angewiesen. mehr lesen 
Kompetente Sprachschule im Herzen von Zürich!
Privatschule (Mittelstufe, Sek-Vorbereitung, Oberstufe, Handelsschule, Zwischenjahre, Nachhilfe)
Die Schweiz ist wieder dabei, aber auf Kosten welcher Zugeständnisse?
Die Schweiz ist wieder dabei, aber auf Kosten welcher ...
Schweiz - EU  Bern - Die Schweiz und die EU haben sich über die Teilnahme der Schweiz am EU-Forschungsprogramm «Horizon 2020» geeinigt. «Die Diskussionen auf technischer Ebene sind abgeschlossen», sagte das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) am Samstag. 
Bundesrat beschliesst Ersatz für «Horizon 2020» Bern - Seit Annahme der Zuwanderungsinitiative sind Schweizer Forschende von den Fördertöpfen der EU abgeschnitten. Als ...
EU zufrieden mit Erklärung des Bundesrates zu Kroatien Bern - Nach der Erklärung des Bundesrates zu Kroatien hat der ...
Das Ziel eines Forschers  Madison - Durch einen Prozess, der die Energieumwandlung eines Baumes ...
Ein Baum - das Beispiel für saubere Energiegewinnung.
Spinat: Der Energielieferant der Zukunft? Spinat ist die grosse Hoffnung der erneuerbaren Energien, denn Forscher der Purdue University setzen das grüne ...
Grosses Energiepotential
Titel Forum Teaser
  • EdmondDantes1 aus Zürich 6
    moderne Naturwissenschaften - die 2 Seiten der Medaille Die Naturwissenschaft der vergangenen Jahrhunderte hat zweifellos ... Sa, 26.07.14 06:44
  • EdmondDantes1 aus Zürich 6
    Danke für die Einladung... Nett dass Sie sich gemeldet haben Herr Kyriacou. Keinschaf’s Analogie ... Fr, 25.07.14 04:52
  • keinschaf aus Wladiwostok 2501
    Warum nur dort? Warum müssen denn diese "Fachleute" ihre "Evidenzen" und vor allem die ... Di, 22.07.14 23:32
  • akyri aus Zürich 11
    Ans Denkfest kommen, EdmondDantes1 Sie fragen nach Fakten zur Evolution? Kommen Sie ans Denkfest und ... Di, 22.07.14 22:43
  • EdmondDantes1 aus Zürich 6
    Antwort an Buffy Hallo Buffy Da scheine ich mit meinem Kommentar „Die ... Do, 17.07.14 02:12
  • Buffy aus Frankfurt 2
    Kommentar - Edit Mein Kommentar bezog sich natürlich auf den Beitrag von EdmontDantes1. ... Mo, 14.07.14 18:00
  • Buffy aus Frankfurt 2
    KREATIONISTEN-ALARM Ich hoffe, dieser fehlleitende Beitrag wird zügig gelöscht. Er ... Mo, 14.07.14 17:54
  • EdmondDantes1 aus Zürich 6
    Die Evolutions-Religion Sie schreiben in der Einleitung zum Artikel den Satz "Die Richtigkeit ... Mo, 07.07.14 19:30
Andrea Frangi ist Professor für Baustatik und Konstruktion (Holzbau) an der ETH Zürich.
ETH-Zukunftsblog Neue Wege im nachhaltigen Holzbau Am ETH-Standort Hönggerberg entsteht derzeit das House of ...
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
MI DO FR SA SO MO
Zürich 11°C 15°C bedeckt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen
Basel 11°C 15°C bedeckt, Regen leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
St.Gallen 13°C 16°C bedeckt, Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen
Bern 14°C 20°C bedeckt, wenig Regen leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
Luzern 14°C 19°C bedeckt, Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen
Genf 14°C 20°C bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
Lugano 18°C 26°C leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
mehr Wetter von über 6000 Orten