«Schutz vor Passivrauchen»
Initiative will schärfere Rauchverbote
publiziert: Montag, 13. Aug 2012 / 13:02 Uhr / aktualisiert: Montag, 13. Aug 2012 / 18:16 Uhr

Bern - Schärfere Rauchverbote in der ganzen Schweiz: Dies fordert die Initiative «Schutz vor Passivrauchen», über die das Volk am 23. September abstimmt. Am Montag haben die Initianten ihre Argumente präsentiert. Im Vordergrund stehen die Service-Angestellten.

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Das Volksbegehren sei nötig, um das Gastropersonal endlich in der ganzen Schweiz umfassend vor dem Passivrauchen zu schützen, sagte Sonja Bietenhard, die Direktorin der Lungenliga, vor den Medien in Bern. Das geltende Bundesgesetz genüge nicht.

Die Initiative verlangt, dass alle Innenräume rauchfrei werden, die öffentlich zugänglich sind oder als Arbeitsplatz dienen. Damit wären künftig in Restaurants nur noch unbediente Fumoirs erlaubt. In 8 Kantonen ist dies schon heute so. In 18 Kantonen sind bediente Fumoirs dagegen erlaubt, in 11 davon auch kleine Raucherlokale.

Aus Sicht der Initianten ist dies zu viel Kantönligeist: «Für jeden Kanton ein anderes Rauchverbot, macht schlicht keinen Sinn», befand der Tessiner CVP-Nationalrat Fabio Regazzi. Alle Arbeitnehmenden hätten das Recht auf den gleichen Schutz vor Passivrauchen, unabhängig davon, ob sie in Genf oder in Luzern arbeiteten.

Streit um Einzelbüros

Umstritten ist, ob bei einer Annahme der Initiative das Rauchen auch in Einzelbüros verboten wäre. Laut dem Abstimmungsbüchlein des Bundes ist dies der Fall. Die Initianten kritisieren die Auslegung des Bundesrates aber als «absolut unverständlich».

Wo keine Drittpersonen geschädigt würden, bliebe das Rauchen erlaubt, versicherte Bietenhard. Dies hätten die Initianten stets gesagt, und ein Rechtsgutachten stütze ihre Sichtweise. Das letzte Wort hat indes das Parlament: Wird die Initiative angenommen, entscheidet es, wie sie umzusetzen ist.

Extremismusvorwürfe zurückgewiesen

Die Initianten wehren sich auch gegen den Vorwurf der Gegner, sie forderten Rauchverbote, die einer Prohibition gleichkämen. Der Extremismus-Vorwurf entbehre jeglicher Grundlage, hiess es an der Medienkonferenz. Es gehe um den Schutz der Angestellten, nicht mehr und nicht weniger.

Der Onkologe Thomas Cerny rief die Schädlichkeit des Passivrauchens in Erinnerung. Dieses erhöhe das Risiko, an Atemwegs-, Lungen- sowie Herz-Kreislaufbeschwerden zu erkranken. Weltweit stürben jährlich über eine halbe Millionen Menschen an den Folgen des Passivrauchens.

Hinter der Initiative steht eine Allianz aus Gesundheits-, Konsumenten-, Jugend- und Arbeitnehmerorganisationen. Die Federführung hat die Lungenliga Schweiz. Der Bundesrat und das Parlament lehnen das Volksbegehren ab.

(alb/sda)

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was kommt nächstens
Wow, dafür werden Staatsangestellte bezahlt, wieder einer dem seine richtige Arbeit, nähmlich Volk regieren, zu mühsam war und sich einen leichteren Job widmete AHA machen wir doch ein Nichtraucher verbot, ja dafür müssen wir extra Geld haben für inserieren usw. usw.Wow eine neue Nichtraucher Aktion, Ja das Sozialwesen muss gekürzt werden, damit wir doch diese Nichraucher Aktion durchführen kann. Klarer Fall. Ist nur meine Meinung
o, Sie Armer!!
Sie selten armer Kerli!

Sie jammern ja schlimmer als ein altes Weib!
Trinken Sie auch jeden Abend eine Buttermilch und machen Fusswickel?
Das sind nur die Nerven...
Es gibt Leute, die haben eine solch starke Einbildungskraft, dass sie damit ihre eigene Gesundheit beeinträchtigen. Wenn man nur genug daran glaubt, kriegt man auch Hautpilz vom Passivrauchen.

Kein Wunder, sind ausgerechnet die Kinder von Gesundheitsfanatikern häufig Allergiker. Deren Immunsystem wertet jede kleinste Anomalie als Angriff auf den Organismus und reagiert deshalb über.

Wenn es Ihnen gelingt, das Leben etwas gelassener zu nehmen, leben Sie gesünder. Vielleicht dann sogar ohne ständigen Hustenreiz.
Den habe ich übrigens auch, wenn ich solchen Finöggelis begegne.
1-2-3, cha-cha-cha
Rauchen Sie doch mal eine! Das würde vielleicht etwas Pep in Ihr langweiliges Buchhalter-Leben bringen.
Oder wollen Sie wirklich im Altenheim 100 werden und sich von launischen Pflegern die verschissenen Unterhosen wechseln lassen? Naja, jedem das seine.
39 Thesen ...
... über das Rauchen, von Hermann M., Berlin: http://goo.gl/prZgP
Die Übertreiber
Die Raucher sind bereits jetzt in ganz Europa, auch der Schweiz, sehr eingeschränkt. Da Sie selber nicht rauchen, fällt Ihnen das bestimmt nicht so auf. Es braucht wirklich nicht noch härtere Gesetze.

Nachdem die jetzigen Gesetze in Kraft traten, gehören Sie Tron und Martin zu den absolut Intoleranten in der Bevölkerung. Das ist wirklich schon Extremismus.

Die Schilderungen wie Sie draussen von Rauchern misshandelt werden, finde ich masslos übertrieben. Das passt eher zu Leuten die nach dem Händeschütteln noch mit Desinfektionstüchlein hantieren oder glauben die Schweiz müsste unter eine Käseglocke.

Nebenbei: Sollte einer meiner Angestellten mich wegen Rauchen in meinem separaten Einzelbüro anzeigen, fände ich wenige Tage später einen Grund ihn zu feuern. Solche Extremisten und Kameradenschweine bräuchte ich in meinem Team nicht. Ausserdem bin ich in meinem eigenen Betrieb immer noch der Chef und nicht der Staat oder Spinner.
genau diese
Arroganz erfordert weitergehende Gesetze. Warum sollen immer die Nichtraucher den Rauchern weichen müssen? Es ist höchste Zeit, dass sich das die Nichtraucher nicht mehr bieten lassen. Es sind schiesslich die Raucher, die die Gesundheit der anderen gefährden.
Bewusst ausgesucht
Natürlich habe ich den Platz bewusst ausgesucht. Weil der Platz schön ist und ich, wie andere, gerne da verweile.

Dass ich nun aber in nächster Nähe, von zwei neu dazugestossenen, paffenden Zigarrenrauchern maltretiert werde, mag ich wie viele andere einfach nicht mehr länger akzeptieren. Auch habe ich langsam keine Lust mehr all die ignoranten Raucher höflich darauf hinzuweisen. Mache das schon so lange und es nervt nur noch. Offenbar braucht es weitere rechtliche Einschränkungen, sonst hört das mit dem ärgerlichen Passivrauchen nie auf.

Es hat auch nicht mit "Täubele" zu tun. Ich habe typischerweise, wie auch viele andere, durch den Passivrauch Hustenreiz, entzündete Augen etc.
gleiche Leier
was hindert Sie daran, einfach wegzugehen? Ist doch immer die gleiche Leier: da werden bewusst Plätze aufgesucht an denen sich Raucher aufhalten, die übrigens auch Menschen sind und keine Aussätzigen, und dann wird gemotzt was das Zeugs hält.. *** kopfschüttel *** dabei wäre es doch so einfach.. denn wie heisst es doch so schön: "Wie es in den Wald ruft so schallt es hinaus" will sagen, wenn man sich gegenüber Rauchern intolerant verhält (wildes Rumfuchteln und zeigen dass einem der Rauch stört) dann muss man sich nicht wundern wenn das Gegenüber halt "zurückschiesst".. die momentanen Regeln sind weiss Gott genug scharf der Rest ist nur noch Zwängerei und ein bisschen Täubelet
Ich bin dafür
JA zum Schutz der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer - und neben der Gesundheit ist damit auch die Motivation für die vielen rauchenden Angestellten verbunden, selbst auch damit aufzuhören. Das wäre die beste Vorbeugung überhaupt!

Immer noch gibt es Lehrlinge, die neben dem paffenden Chef ausharren müssen, beispielsweise in Lieferwagen von Handwerkern...

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