Innenminister und Ex-Militärmachthaber der Elfenbeinküste getötet

publiziert: Donnerstag, 19. Sep 2002 / 16:22 Uhr

Abidjan/Rom - General Robert Gueï ist tot in der Regierungsstadt der Elfenbeinküste, Abidjan, aufgefunden worden. Nach ihm wurde offenbar auch Innenminister Emile Boga Doudou getötet. Die Regierung hatte zuvor nach Militärrevolten Entwarnung gegeben.

Unter Gueï stürzte das Militär im Dezember 1999 die Regierung von Präsident Henri Konan Bédié. Die ehemalige französische Kolonie hatte bis dann als eines der stabilsten Länder Westafrikas gegolten.

Nach turbulenten Wahlen im Oktober 2000 anerkannte Gueï auch den Sieg Präsident Laurent Gbagbo zunächst nicht an. Nach heftigen Massenprotesten mit zahlreichen Toten gab er jedoch nach. Nach einem missglückten Putschversuch im Januar 2001 stabilisierte sich die Lage in dem Land mit seinen rund 14,5 Millionen Einwohnern wieder.

Am Donnerstagmorgen meuterten jedoch erneut Militärs. Lokale Radiosender berichteten am frühen Morgen von bewaffneten Unruhen in mehreren Teilen von Abidjan. Sie seien dort gegen 4.00 Uhr Ortszeit rund um ein paramilitärisches Camp im Stadtteil Agban ausgebrochen. Auch aus den Ortschaften Bouake und Korhogo wurden Schiessereien gemeldet.

Enttäuschte Soldaten wollten damit offenbar gegen den fortschreitenden Abbau des Militärs protestieren. Die Garden stützten Präsident Gbagbo vor zwei Jahren, um seinen Wahlsieg gegen die vorangegangene Militärjunta durchzusetzen.

Während sich Präsident Gbagbo selbst auf einem Staatsbesuch in Italien aufhält, trafen mehrere Regierungmitglieder zu einer Krisensitzung zusammen. Die Lage sei unter Kontrolle, sagte ein Sprecher von Staatspräsident Laurent Gbagbo gegen Mittag am Rande eines Besuchs in Rom. Die Anführer der Meuterei seien identifiziert und würden vor Gericht gestellt.

Nach Angaben aus dem Verteidigungministerium in Abidjan war die Regierung vor einer möglichen Revolte gewarnt. Die notwendigen Massnahmen seien rechtzeitig getroffen worden, sagte ein Beamter in Abidjan. Mindestens fünf Menschen kamen nach Berichten der britischen BBC ums Leben, nach Anageben der französischen Nachrichtenagentur starben mindestens zehn Soldaten.

(bert/sda)

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