Inselspital Bern: Mehr Organe geliefert als transplantiert
publiziert: Freitag, 4. Jul 2008 / 14:24 Uhr

Bern - Das Berner Inselspital hat seit der Inkraftsetzung des Transplantationsgesetzes vor einem Jahr mehr Organe in den Spendenpool geliefert als selber transplantiert. Der Druck auf die Transplantationszentren bezüglich Spenden sei zu erhöhen.

Wie das Inselspital (Bild) stehe auch das Kantonsspital St. Gallen in der Statistik gut da.
Wie das Inselspital (Bild) stehe auch das Kantonsspital St. Gallen in der Statistik gut da.
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Gemäss der vom Inselspital vorgelegten Statistik hat es seit dem 1. Juli 2007 sieben Herzen, 20 Lebern und 42 Nieren in den Spendenpool eingebracht und selber acht Herzen, 13 Lebern und 20 Nieren erhalten.

Die bestehenden Ungleichheiten könnten auf die Dauer aber nicht hingenommen werden. «Ein Ausgleich muss kommen», sagte Professor Hans-Peter Marti, der Direktor des Transplantationszentrums der Insel, auf Anfrage der SDA. Geben und Nehmen müssten in einem akzeptablen Verhältnis stehen.

Seit einem Jahr verpflichtet das Transplantationsgesetz jedes Spital, seine Spenderorgane in einen gesamtschweizerischen Pool zu geben. Von dort aus teilt sie die Organspende-Organisation Swisstransplant den Patienten nach medizinischen Kriterien zu.

Ungenügende Spenderzahlen

Das Berner Universitätsspital möchte, dass eine gute Spenderarbeit explizit zum Zulassungskriterium für die Bewilligung von Transplantationszentren wird, wie es mitteilte. Die Spenderzahlen seien gesamtschweizerisch weiterhin ungenügend.

Die Diskussion um die Zuteilung der Spitzenmedizin hat sich in der Schweiz etwas beruhigt, seit die Gesundheitsdirektorenkonferenz Ende 2007 ein Konkordat vorschlug. Dieses stiess bei den Kantonen grundsätzlich auf Zustimmung. Ein erster Versuch war 2005 am Widerstand Zürichs gescheitert.

(dl/sda)

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