Bundesanwaltschaft vermeldet
Insider-Beweise gegen Sepp Blatter
publiziert: Donnerstag, 28. Jan 2016 / 15:21 Uhr
Sepp Blatter bestreitet weiterhin jegliche Vorwürfe. (Archivbild)
Sepp Blatter bestreitet weiterhin jegliche Vorwürfe. (Archivbild)

Bern - Ein Insider aus Kreisen des Fussball-Weltverbandes soll im Zuge der strafrechtlichen Ermittlungen gegen den gesperrten FIFA-Präsidenten Sepp Blatter den Behörden belastende Erkenntnisse geliefert haben. Dies liess die Schweizer Bundesanwaltschaft (BA) verlauten.

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«Ein Zeuge, ein Whistleblower, wie es gemeinhin genannt wird, hat uns fallrelevante und interessante Informationen gegeben, die uns bei der Aufbereitung der Strafuntersuchung markant weitergebracht haben», sagte BA-Sprecher André Marty am Donnerstag gegenüber dem ARD-Morgenmagazin.

Bis Ende 2016 oder Anfang 2017 werde es klar sein, «ob es genügend Beweismittel gibt, um Anklage gegen Blatter zu erheben», sagte Marty der Sendung des deutschen TV-Senders weiter.

Die Schweizer Bundesanwaltschaft hatte ein Strafverfahren gegen Blatter wegen ungetreuer Geschäftsbesorgung und Veruntreuung eingeleitet. Dem früheren FIFA-Boss drohen bis zu fünf Jahre Haft.

Weltmeisterschaften für Dumping-Preise

Blatter wird vorgeworfen, TV-Deals mit dem im Korruptionsskandal lebenslang gesperrten einstigen Vizepräsidenten Jack Warner abgeschlossen zu haben. Warner soll TV-Rechte an Weltmeisterschaften für Dumping-Preise erhalten und für Millionen-Summen weiterverkauft haben.

Zudem wird Blatter eine treuwidrige Zahlung von 2 Millionen Franken im Februar 2011 an UEFA-Präsident Michel Platini zu Lasten der FIFA vorgeworfen. Blatter bestreitet die Vorwürfe.

(arc/sda)

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