Inter nach dem Hinspiel genug gewarnt?
publiziert: Dienstag, 14. Mrz 2006 / 11:20 Uhr / aktualisiert: Mittwoch, 15. Mrz 2006 / 07:53 Uhr

Inter Mailand steigt heute als Favorit in die um eine Woche verschobene letzte Achtelfinalpartie der Champions League gegen Ajax Amsterdam.

Inters Präsident Giacinto Facchetti warnte das Team, die gute Ausgangslage zu verspielen.
Inters Präsident Giacinto Facchetti warnte das Team, die gute Ausgangslage zu verspielen.
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Nach dem mühevollen 2:2 im Hinspiel in Holland warnte Inters Präsident Giacinto Facchetti seine Spieler vor Hochmut.

Vor drei Wochen in Amsterdam hatten die Interisti die junge Ajax-Mannschaft zu Beginn klar unterschätzt und sich bis zur 20. Minute einen 0:2-Rückstand eingehandelt. «Das Spiel hat uns zwei Dinge gelehrt», sagte Facchetti «Erstens wissen wir nun, dass man einen Gegner niemals auf die leichte Schulter nehmen darf und zweitens können wir zuversichtlich sein, mit einer ähnlichen starken Leistung wie in der zweiten Halbzeit in die Viertelfinals einzuziehen.»

Falls sich Inter durchsetzt, steht es als drittes italienisches Team neben Juventus Turin und dem Stadtrivalen AC Milan in den Viertelfinals. Dort träfe es auf das spanische Überraschungsteam Villarreal. In der 14-jährigen Geschichte der Champions League war Italien erst zweimal mit einem Trio unter den letzten Acht vertreten, zuletzt im Vorjahr. Dies weist auf den Aufwärtstrend des italienischen Klubfussballs in Europa hin.

Spanische Dominanz gebrochen

Zuvor hatten spanische Mannschaften die Champions League beinahe nach Belieben dominiert; ab 2000 waren sie viermal in Folge mit je drei Teams in den Viertelfinals vertreten. Im Sommer 2000 standen sich mit Real Madrid und Valenica zwei Klubs aus dem gleichen Land zum ersten Mal im Final gegenüber. Drei Jahre später schafften dies auch die Italiener mit der Endspiel-Paarung Juventus - Milan.

So weit könnte es auch heuer wieder kommen, denn die Auslosung der Halbfinals hat ergeben, dass Juventus und Milan oder Inter und Milan erst im Final aufeinander treffen können. Sowohl der Serie-A-Dominator Juventus als auch seine nächsten Verfolger Milan und Inter verfügen über das nötige Potenzial.

Nicht auf 0:0 spielen

Zuvor allerdings wartet auf Inter nun die heikle Aufgabe, die 2:2-Vorgabe vor dem Spiel gegen den Aussenseiter Ajax im San-Siro-Stadion richtig zu gewichten. «Wir dürfen unter keinen Umständen daran denken, dass ein 0:0 genügt», warnte Facchetti. Thuns Gruppengegner Ajax hat in den letzten Wochen offensichtlich zur Bestform gefunden. Nach fünf Siegen in Serie mit einem Torverhältnis von 18:2 konnten die Holländer erst am Sonntag vom Leader Eindhoven halbwegs gebremst werden (0:0).

Klaas-Jan Huntelaar stark

Mit 12 Toren in den 12 Partien seit seinem Wechsel zu Ajax im Januar hat vor allem der Stürmer Klaas-Jan Huntelaar stark auf sich aufmerksam gemacht. Der frühere Torschütze vom Dienst bei Heerenveen erzielte im Hinspiel die 1:0-Führung, ehe Dejan Stankovic und Julio Ricardo Cruz nach dem 2:0 von Mauro Rosales doch noch der wichtige Ausgleich für die Italiener gelang.

Im richtigen Moment wieder in Form gekommen zu sein scheint bei Inter der Stürmer Adriano. Mit dem Treffer zum 1:0-Sieg am Samstag gegen Sampdoria Genua beendete der brasilianische Internationale seine Torflaute, die seit dem 15. Januar und während zehn Spielen angedauert hatte. «Hoffentlich vermag er nun seine Klasse über eine längere Phase konstant hoch zu halten», hofft Facchetti, der den 13-fachen italienischen Meister wieder zur Stärke der Sechzigerjahre führen möchte. Damals hatte er selber als Verteidiger zu drei Meistertiteln (1963/65/66) und zwei Meistercup-Trophäen (1964/65) Inters beigetragen.

(fest/Si)

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