Interesse am Zivildienst steigt in der Schweiz
publiziert: Dienstag, 17. Feb 2009 / 13:24 Uhr

Bern - Im letzten Jahr vor der Einführung des Tatbeweises haben die Gesuche um Zulassung zum Zivildienst um 13 Prozent zugenommen. Zivildiensttage und Einsatzbetriebe erreichten 2008 einen neuen Höchststand, wie das EVD mitteilt.

Die Zahl der anerkannten Einsatzbetriebe erhöhte sich um 141 auf 1892, die der Einsatzplätze um 482 auf 6052.
Die Zahl der anerkannten Einsatzbetriebe erhöhte sich um 141 auf 1892, die der Einsatzplätze um 482 auf 6052.
Voraussichtlich ab kommenden 1. April gibt es für Militärverweigerer keine Gewissensprüfung mehr. Dann genügt die Bereitschaft, einen anderthalb Mal längeren Zivildienst zu leisten. Laut EVD hat dieser Respekt vor dem Engagement für Staat und Gemeinschaft die Akzeptanz des Zivildienstes gesteigert.

Letztes Jahr wurden insgesamt 1948 Zulassungsgesuche eingereicht, das heisst 226 oder 13,1 Prozent mehr als im Vorjahr. Stark war die Zunahme mit 13,8 Prozent in der Deutschschweiz und mit 50,7 Prozent im Tessin, nur schwach mit 6,9 Prozent hingegen in der Romandie.

1632 Militärverweigerer wurden zum Zivildienst zugelassen, 66 zurückgewiesen. Die Ablehnungsquote sank damit von 4,9 auf 3,9 Prozent, wie das Volkswirtschaftsdepartement (EVD) weiter mitteilte. 173 Gesuche erledigten sich formell durch Nichteintreten oder durch Rückzug.

Die vom Parlament im Oktober 2008 gutgeheissene Lösung mit dem Tatbeweis entfaltet keine Vorwirkung. Die letztes Jahr eingereichten Gesuche werden grundsätzlich noch nach dem geltenden Recht beurteilt. Das heisst von einer Zulassungskommission, welche die persönlich und mündlich vorgetragenen Gewissensgründe prüft.

Mit zum Anstieg der Gesuche trug laut EVD die hohe Zahl der 2006 bis 2008 von der Armee rekrutierten und für tauglich befundenen Personen bei.

Die Zahl der anerkannten Einsatzbetriebe erhöhte sich um 141 auf 1892, jene der Einsatzplätze um 482 auf 6052. Weiterhin übersteigen die verfügbaren Plätze die Nachfrage deutlich. 73 Prozent davon sind im Gesundheits- und im Sozialwesen angesiedelt, knapp 10 Prozent im Umweltbereich, 6 Prozent in der Landwirtschaft, 5 Prozent in der Entwicklungszusammenarbeit.

(fest/sda)

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