Interesse an Abstimmungen im Ausland
publiziert: Montag, 25. Sep 2006 / 12:00 Uhr / aktualisiert: Montag, 25. Sep 2006 / 12:16 Uhr

Brüssel - Die Bewertung ist unterschiedlich, doch vielen europäischen Medien sind die Abstimmungen mindestens eine Meldung wert. Die Schweiz habe damit eine der schärfsten Asylregelungen Europas, wird betont. Erwähnt werden meistens die Bedenken des UNHCR.

Die ausländischen Medien berichten über den Ausgang der Abstimmungen in der Schweiz.
Die ausländischen Medien berichten über den Ausgang der Abstimmungen in der Schweiz.
5 Meldungen im Zusammenhang
Beim TV-Sender «BBC world» kam neben der Korrespondentin aus Genf einzig der Sprecher des UNO-Hochkommissariats für Flüchtlinge (UNHCR) zu Wort. Die Abschottung wurde primär kritisch bewertet.

Auch die spanische Zeitung «El Mundo» erklärte: «Amnesty International und die UNO-Flüchtlingsorganisation haben die Verschärfung des Asyl- und Ausländerrechts in der Schweiz mit Kritik aufgenommen.»

Verständnis...

Doch das Blatt aus Madrid ergänzte: «Das Ergebnis wird jedoch verständlich, wenn man sich vor Augen hält, dass jeder fünfter Einwohner der Schweiz ausländischer Abstammung ist.

Damit ist der Ausländeranteil weit höher als der Durchschnittswert in der Europäischen Union. Es ist, wie ein Minister es ausdrückte, nicht Platz für alle da.»

Als «vernünftig und vergleichsweise harmlos» bezeichnete «Die Welt» die Asylrechtsrevision. Diese war für den Kommentator - Roger Köppel - «seitens der Linken mit einer an Hysterie grenzenden Verteufelungskampagne bekämpft worden».

...und Unbehagen

Für den «Südkurier» bleibt hingegen ein Unbehagen. «Gewiss hat jede Nation das Recht, klare Regeln zu erlassen, damit das Gastrecht nicht ausgenutzt wird», kommentierte das Blatt.

Doch: «In jedem Flüchtlingsstrom gibt es verfolgte Menschen, denen man unbürokratisch helfen muss. Die Schweiz macht auch vor ihnen die Schotten dicht - im Vertrauen darauf, dass andere ihnen schon beistehen werden. Die Deutschen beispielsweise.»

Erfolg für Bundesrat Blocher

«Humanitäre Tradition ade», bedeutet der Volksentscheid für die linke «tageszeitung». Für «Die Presse» aus Österreich traf der «Rechtspopulist» Christoph Blocher «instinktsicher die Stimmungslage im Volk - und das ein Jahr vor der Neuwahl des Bundesparlamentes».

Zentral für den Abstimmungsausgang war für den «Standard» die täglichen Bilder afrikanischer Bootsflüchtlinge, «die eine Bedrohung der europäischen Normalität im Allgemeinen und des Wohlstandsmodells Schweiz im Besonderen suggerieren».

(bert/sda)

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