Zur Beruhigung der Lage
Internationale Präsenz in Burundi soll verstärkt werden
publiziert: Samstag, 19. Mrz 2016 / 08:21 Uhr
Jürg Lauber berichtet, das sich das Land nur langsam vom Bürgerkrieg erholt.
Jürg Lauber berichtet, das sich das Land nur langsam vom Bürgerkrieg erholt.

New York - In Burundi soll eine verstärkte internationale Präsenz etabliert werden. Dafür hat sich der Schweizer UNO-Botschafter Jürg Lauber am Freitag in New York vor dem UNO-Sicherheitsrat ausgesprochen. Sie könnte dazu beitragen, die gespannte Lage im Land zu beruhigen.

6 Meldungen im Zusammenhang
Als Vorsitzender der Friedensbildungskonfiguration für Burundi berichtete Lauber dem Gremium von seiner Reise ins ostafrikanische Land, das sich nur langsam von einem Jahrzehnte langen Bürgerkrieg erholt.

Zwischen Regierungskräften und der Opposition kommt es immer wieder zu Gewalt. Menschenrechtsbeobachter berichten von Entführungen, Morden, Folter, Misshandlung, Hassreden und sexueller Gewalt auf beiden Seiten.

Zudem verstärke ein wirtschaftlicher Abschwung die Krise, erstmals nach zehn Jahren stetigen Wirtschaftswachstums, sagte Lauber. Er traf bei seinem Besuch sowohl den umstrittenen Präsidenten Pierre Nkurunziza sowie Vertreter der Opposition.

Warten auf klare Signale

Die politische Krise habe auch die Umsetzung strategischer Programme zur Entwicklung der Infrastruktur, von Strassen und Stromleitungen verlangsamt, sagte Lauber. Die Hilfsgelder für Burundi müssen dieses Jahr neu gesprochen werden. Lauber warnte davor, dass diese Verhandlungen vor einem Hintergrund der Unsicherheit geführt würden, halte die politische Krise an.

Internationale Geber scheinen laut dem Botschafter zwar bereit zu sein, sich wieder in Burundi zu engagieren. Sie warteten aber auf klare Signale zur Lösung der Krise.

(sda)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Bern - Alt Bundesrat Pascal Couchepin vermittelt im ostafrikanischen Burundi. Als Sondergesandter der Internationalen Organisation der Frankophonie (OIF) ... mehr lesen
Couchepin ist als Friendesstifter unterwegs.
Genf - Mehr als 43 Millionen Kinder brauchen nach UN-Angaben infolge bewaffneter Konflikte und Naturkatastrophen dringend ... mehr lesen
Mittlerweile lebt weltweit von neun Kindern eines in einem Gebiet mit bewaffneten Konflikten.
Genf - Die Krise in Burundi droht nach Einschätzung der UNO zu einem ethnischen Konflikt zu eskalieren. Recherchen ... mehr lesen
Pierre Nkurunziza löste die Krise im April 2015 aus.
Weitere Artikel im Zusammenhang
Die Ankündigung des burundischen Präsidenten Pierre Nkurunziza, für ein drittes Mandat anzutreten, hatte das ostafrikanische Land im Frühjahr in eine tiefe Krise gestürzt.
Nairobi - Die Regierung im ostafrikanischen Burundi hat die angekündigte Entsendung tausender Sicherheitskräfte durch die Afrikanische Union (AU) abgelehnt. mehr lesen
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 20
Gezi Park Proteste in Istanbul in 2013. (Archivbild)
Gezi Park Proteste in Istanbul in 2013. ...
«Überall ist Taksim, überall ist Widerstand»  Istanbul - Zum dritten Jahrestag des Beginns der Gezi-Proteste haben in Istanbul Hunderte Menschen gegen die islamisch-konservative Staatsführung der Türkei demonstriert. mehr lesen 1
Keine unabhängigen Informationen  Beirut - Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) hat ihre Offensive im Norden Syriens am Dienstag fortgesetzt. ... mehr lesen   1
Idlib wurde mindestens sieben Mal aus der Luft angegriffen.
Titel Forum Teaser
  • Unwichtiger aus Zürich 11
    Grammatik? Wie kann Stoltenberg denn Heute schon wissen, welche Entscheidungen am ... Sa, 22.10.16 10:59
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Der phallophile Blick eines cerebrophoben Schäfleins! Frau Stämpfli schrieb am Ende ... Mo, 26.09.16 17:32
  • keinschaf aus Wladiwostok 2823
    phallophobe Geschichtsrückblicke "Und die grösste Denkerin des 21. Jahrhunderts? Verdient ihr Geld mit ... Sa, 13.08.16 17:48
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Alle Demonstranten gefilmt. Der Erdogan lässt doch keine Domo gegen sich zu! Die ... Di, 21.06.16 16:42
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Konzernrecht? Konzernpfusch! Was ist denn das? Konzerne werden vorwiegend von Vollidioten geführt. ... Fr, 10.06.16 17:49
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Das wird die Deutschen aber traurig machen. Wenn man keinen Flughafen und keinen Bahnhof ... Mi, 08.06.16 17:49
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Der... Daesh (IS) kommt immer mehr unter Druck. Davon sind inzwischen auch ... Do, 02.06.16 19:22
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Der... Daesh (IS) ist in diesen Tagen an allen anderen Fornten unter Druck. ... Mi, 01.06.16 12:39
Jonathan Mann moderiert auf CNN International immer samstags, um 20.00 Uhr, die US- Politsendung Political Mann.
CNN-News Was würde «Präsident Trump» tatsächlich bedeuten? Noch ist absolut nichts sicher, doch es ...
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Di Mi
Zürich -1°C 3°C Nebelleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Nebel Nebel
Basel -1°C 5°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Nebel sonnig
St. Gallen -3°C 1°C Nebelleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig sonnig
Bern -2°C 2°C Nebelleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig sonnig
Luzern 0°C 3°C Nebelleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Nebel recht sonnig
Genf 2°C 5°C Nebelleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Nebel Nebel
Lugano 6°C 9°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig recht sonnig
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten