Internationale Schaffhauser am Ziel
publiziert: Montag, 16. Mai 2005 / 18:22 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 17. Mai 2005 / 08:23 Uhr

Jahrelang, oder eher jahrzehntelang rangen die Schaffhauser um den Anschluss an die nationalen Tenöre. Der nochmals gehobene Aufwand hat sich gelohnt. Erstmals in der Klubgeschichte sind die Kadetten Champions.

Die Schaffhauser waren GC im Final überlegen.
Die Schaffhauser waren GC im Final überlegen.
"Ja so sehen Sieger aus!" Die gewöhnungsbedürftige folkloristische Hymne ertönte in der Schweizersbild-Halle in dieser Saison nach jedem der 17 Meisterschaftsspiele.

So sehr man über den Geschmack des vereinseigenen Disc-Jockeys diskutieren könnte, so beeindruckend ist die Serie der Schaffhauser.

In der zuweilen hektischen und emotionalen Atmosphäre erzeugten die Kadetten einen landesweit einzigartigen Druck; den im Sport viel zitierten Heimvorteil haben sie am Fusse des Munots richtiggehend kultiviert.

Exakte Planung

Der Vorstoss an die Spitze der nationalen Hierarchie ist ein Produkt exakter Planung und eng verknüpft mit dem Engagement von Goran Perkovac.

Unter der Leitung des cleveren Kroaten, der innerhalb von fünf Jahren mit Pfadi und Schaffhausen dreimal den Cup sowie die Meisterschaft gewann, fanden Spieler aus neun verschiedenen Ländern ohne lange Anlaufzeit zusammen.

Angeführt vom herausragenden tschechischen Mittelmann Martin Kovar, welcher die Aufbaureihe aus Litauen, Polen und Serbien notfalls mit russischen Kommandos organisierte, beherrschte das vielfältige Ensemble die Konkurrenz sicher.

Extrem ausgeglichene Mannschaft

Obschon selbst Perkovac in den entscheidenden Phasen sieben bis acht Professionals forcierte, ist die Breite im Kader ein wichtiges Merkmal des neuen Branchenleaders.

Niemand, nicht einmal der starke Finalgegner GC, verfügte über eine ähnlich ausgeglichen besetzte Mannschaft. "Das Team kann fast jeden Ausfall verzichten", hatte Perkovac schon vor dem finalen Showdown festgestellt.

Seine Prognose bewahrheitete sich. Es fiel nicht einmal ins Gewicht, dass mit Chi-Hyo Cho und Vaidas Klimciauskas zwei Linkshänder der gehobenen Klasse während dem gesamten Playoff verletzt fehlten.

Keine Redimensionierung

An der dominanten Rolle der Kadetten wird sich in naher Zukunft wohl nichts mehr ändern. Solange der erfolgreiche Unternehmer und emeritierte Wirtschafts-Professor Giorgio Behr dem Klub mit präsidialem Rat und finanzieller Tat zur Seite steht, ist keine Redimensionierung zu befürchten.

Im Gegenteil - mit Markus Krauthoff (Stans/Zentralschweiz) und Matthias Rauh (Hamburg) stossen weitere ambitionierte Spieler dazu. Die Champions League lockt, oder wie es Behr formuliert: "Mit dem Appetit kommt der Hunger."

Kadetten Schaffhausen. -- Palmarès: Champion 2005, dreimal Cupsieger. -- Team 2004/2005. -- Christian Meisterhans (36), Patrick Bläuenstein (31), Simon Bühler (26), Gabor Vass (Un/32), Ljubomir Pavlovic (Serb/25), Vaidas Klimciauskas (Lit/27), Martin Kovar (Tsch/28), Szymon Szczucki (Pol/31), Simon Brogli (27), Stelios Gasnakis (Grie/Sz/29), Leszek Starczan (Pol/28), Julius Marcinkevicius (Lit/29), Chi-Hyo Cho (Skor/35), Jonathan Stich (De/20), Christoph Bösch (24), Bojan Skoko (Serb/24), Stefan Boll (28), Savas Karipidis (Grie/26), Remo Quadrelli (20).

(von Sven Schoch /Si)

 
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