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Die Euro ist vorbei: Die spanische Presse jubelt ihre Mannschaft hoch; die deutschen Schreiberlinge lassen sich nicht hängen.
Spanien:
«As»: «Spanien ist ein makelloser Champion. Spanien ist Europameister. Für einmal belohnte ein Turnier auf höchstem Niveau jene Nationalmannschaft, die während der drei Wochen den besten Fussball gezeigt hat. Man sprach von Holland, dann von Russland, man verwies auf den Fluch des Viertelfinals, man wandte ein, dass Italien immer sehr konkurrenzfähig ist, und dann kam da noch das ewige Glück der Deutschen. Aber nichts von alledem hielt die Seleccion auf: Ein Tor von Torres im alten Prater brachte Spanien den zweiten EM-Pokal. Eine schöne Geschichte, die wir noch unseren Enkeln erzählen werden.»
«Marca»: «Die Könige Europas. Es ist so weit, wir müssen uns nicht mehr die Augen reiben: Es ist wahr! Wir sind EUROPAMEISTER. Jawohl, in Grossbuchstaben, weil wir diesen EM-Pokal mit Grösse gewonnen haben. Endlich wurde Recht gesprochen und der beste Fussball mit einem Titel belohnt. Die Freude, die das ganze Land erfasst hat, personifiziert durch Casillas, als er in Wien die Trophäe der Champions des Alten Kontinents in den Himmel von Wien stemmte, ist der beste Lohn für diese Helden des totalen Fussballs.»
«ABC»: «Europameister! Die spanische Nationalmannschaft von Luis Aragones hat den Traum verschiedener Generationen wahr gemacht und beendete 44 Jahre der Frustrationen, um den spanischen Fussball endlich an der Spitze zu installieren.»
«El Pais»: «Der Ruhm für den Besten. Spanien eroberte den Titel gegen Deutschland mit Grandezza und bekam dafür ungeteilte Bewunderung. Es gibt viele Wege, die zum Ruhm führen, aber selten erreicht man den Gipfel wie es der Sieger der Europameisterschaft machte. Der Pokal war für jene Mannschaft, die am besten gespielt hat, die am meisten Tore geschossen hat, die am meisten Stil gehabt hat, die den Weltmeister eliminierte, die mit dem Fluch vom 22. Juni aufräumte, und im Endspurt den Angriff Deutschlands abwehrte. Spanien gewann nicht nur nach 44 Jahren wieder einen Titel, es machte es auf eine blendende Art und Weise. Vom Anfang bis zum Ende des Turniers.»
«El Mundo»: «Spanien erobert Europa. Spanien hat den letzten Fluch gebrochen. Ganz Spanien schrie ´Tor´, als Torres in der 32. Minute Lehmann bezwang. Seinem Stil treu beendete Spanien das Turnier mit einer makellosen Statistik. Ohne eine Niederlage. Und mit einem Sieg, der den Kurs seiner fussballerischen Geschichte ändern kann.»
Deutschland:
«Müncher Zeitung»: «Die Mannschaft von Joachim Löw sollte nicht zu traurig sein, denn sie hat sich mit deutschem Eifer gegen die spanische Dominanz verteidigt.»
«Die Welt»: «Enttäuschung, aber nicht Verzweiflung. Der deutschen Auswahl hat es an Glück gefehlt, aber sie hatte auch nicht genug individuelle Qualität, die für den Triumph nötig ist. Abgesehen vom Viertelfinal gegen Portugal hat die Elf von Joachim Löw niemals brilliert. Aber das Team hat die WM 2006 als Dritter beendet und die EURO nun als Zweiter, das ist ein Indikator dafür, dass die Mannschaft in die richtige Richtung marschiert. Aber dieser Wiener Abend hat auch gezeigt, dass der Weg zum Gipfel des Fussballs noch immer ein langer ist.»
«Der Tagesspiegel»: «Das ganze Turnier über hat Spanien einen enthusiasmierten Fussball abgeliefert, der einen verdienten Erfolg brachte. Das Finale war eine weitgehend einseitige Angelegenheit.»
«Berliner Zeitung»: «Die Spanier haben diese EURO als ewige Verlierer begonnen. Sie verlassen Wien als strahlende Sieger. Sie sind ein würdiger europäischer Champion, der als einziges Team kein einziges Spiel bei diesem Turnier verloren hat. Deutschland hat verloren, aber die Spanier waren ganz einfach die Besseren.»
«Bild»: «Jungs, lasst den Kopf nicht hängen. Das Sommermärchen 2008 ist vorbei. Leider, leider -- es gab kein Happy-End für uns. Aber wir sind faire Verlierer. Gratulation, Spanien! Ihr habt verdient gesiegt.»
(dl/sda)




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