Internationaler Druck auf Simbabwe steigt
publiziert: Montag, 8. Dez 2008 / 14:46 Uhr / aktualisiert: Montag, 8. Dez 2008 / 21:08 Uhr

Paris - Der internationale Druck auf die Führung des afrikanischen Krisenstaates Simbabwe nimmt zu. Nun forderten auch EU-Chefdiplomat Javier Solana und Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy Präsident Robert Mugabe direkt zum Rücktritt auf.

Nicolas Sarkozy fordert Robert Mugabe zum Rücktritt auf.
Nicolas Sarkozy fordert Robert Mugabe zum Rücktritt auf.
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«Mugabe muss gehen, Simbabwe hat genug gelitten», sagte Sarkozy anlässlich einer Feier zum 60. Jahrestag der Erkärung der Menschenrechte in Paris. Der Staatschef habe sein Volk lange genug als Geisel genommen. Die Menschen in Simbabwe hätten ein «Recht auf Freiheit, Sicherheit und Respekt».

Bei Mugabe habe alles gute Zureden nicht geholfen, sagte Sarkozy weiter. «Es gibt Momente, in denen ein Diktator nicht zuhören, nicht verstehen will.» Dann sei auch die Zeit für Gespräche vorbei. «Er muss abtreten.»

Solana sagte bei einem Treffen der EU-Aussenminister «Der Moment ist gekommen, um jeden Druck auf Mugabe auszuüben, damit er zurücktritt und seinen Bürgern die Möglichkeit gibt, ihre Existenzen wieder aufzubauen», sagte EU-Chefdiplomat Javier Solana bei einem Treffen der EU-Aussenminister in Brüssel.

Schlimmste Wirtschaftskrise

In der vorigen Woche hatten auch US-Aussenministerin Condoleezza Rice und der südafrikanische Bischof Desmond Tutu den Rücktritt des 84-Jährigen verlangt. Friedensnobelpreisträger Tutu erklärte, notfalls müsse Mugabe mit Gewalt aus dem Amt gedrängt werden.

Simbabwe steckt in der schlimmsten Wirtschaftskrise seiner Geschichte, das öffentliche Gesundheitssystem ist so gut wie zusammengebrochen.

Auf internationalen Druck hatte Mugabe Mitte September zugestimmt, die Macht mit Oppositionsführer Morgan Tsvangirai zu teilen. Seitdem streiten beide Seiten jedoch über die Verteilung der Ministerposten.

(smw/sda)

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