Internet-Fahndung nach mutmasslichen Fussball-Hooligans
publiziert: Montag, 2. Feb 2009 / 15:33 Uhr / aktualisiert: Montag, 2. Feb 2009 / 15:57 Uhr

St. Gallen - Gut zwei Wochen nach dem Start der Internet-Fahndung nach mutmasslichen Fussball-Hooligans hat sich ein Drittel der 18 gesuchten Männer bei den St. Galler Behörden gemeldet. Zwölf Fahndungsporträts bleiben vorderhand im Internet.

Randale in Espenmoos: Letztes Jahr richteten Hooligans 150'000 Franken Sachschaden an.
Randale in Espenmoos: Letztes Jahr richteten Hooligans 150'000 Franken Sachschaden an.
2 Meldungen im Zusammenhang
Das sagte der zuständige Untersuchungsrichter Simon Burger gegenüber der Nachrichtenagentur SDA. Solange noch Hinweise eingingen, blieben die Bilder online. Bis jetzt habe die Bevölkerung zu sechs der noch auf dem Internet verbliebenen Porträts Hinweise eingereicht.

Die mutmasslichen Randalierer hatten am 20. Mai vergangenen Jahres nach dem Fussballspiel FC St. Gallen gegen AC Bellinzona im Stadion Espenmoos Sachschaden von rund 150'000 Franken angerichtet. Die St. Galler Polizei stürmte das Stadion mit einem Grossaufgebot; sie konnte die massiven Ausschreitungen jedoch nicht verhindern.

Im vergangenen November eröffneten die St. Galler Behörden das Strafverfahren gegen 30 Personen, die meisten von ihnen Schweizer im Alter von 18 bis 22 Jahren. Acht Verdächtige wurden Anfang Dezember in einer koordinierten Aktion vorübergehend verhaftet.

18 weitere mutmassliche Hooligans konnten aber nicht identifiziert werden. Um sie zu finden, veröffentlichten Polizei und Staatsanwaltschaft am 16. Januar ihre Bilder im Internet. Die Bevölkerung wurde aufgerufen, bei der Identifizierung zu helfen.

Den Hooligans werden Sachbeschädigung, Landfriedensbruch sowie Gewalt und Drohung gegen Beamte vorgeworfen. Beim Barragespiel im Mai 2008 war der FC St. Gallen in die Challenge League abgestiegen.

(fest/sda)

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