Internet-Sicherheit: Die Trends für 2009
publiziert: Samstag, 27. Dez 2008 / 21:47 Uhr

Mehr Schadcode-Varianten, mehr Spam, mehr webbasierte Gefahren, mehr Bedrohungen für Social Networks, mehr an die globale Wirtschaftskrise aufgehängte Phishing-Angriffe und eine stärkere Integration von Virtualisierungstechnologie in Sicherheitslösungen - das erwarten die Sicherheitsexperten von Symantec für das kommende Jahr.

Allgemein werde der Spam-Anteil an den E-Mails wieder zunehmen.
Allgemein werde der Spam-Anteil an den E-Mails wieder zunehmen.
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Jüngste Attacken in diesem Jahr enthielten laut Symantec neue Stämme von Schadcode, die ihrerseits aus Millionen unterschiedlicher Bedrohungen bestanden und sich als ein einziges Stück Malware verbreiteten. Dadurch werde eine nahezu unbegrenzte Zahl an Vorfällen ausgelöst. Inzwischen würden täglich insgesamt mehr bösartige als legale Programme entwickelt.

Die Zunahme an webbasierten Bedrohungen verdankt sich laut Symantec der wachsenden Anzahl an Internet-Diensten und der Akzeptanz eines einheitlichen Interpretationsstandards für Scripting-Sprachen in Internet-Browsern.

Im Jahr 2008 hat Symantec zudem einen deutlichen Anstieg von Bedrohungen ausgemacht, die sich gegen Social-Network-Seiten richteten. Dazu gehörten Phishing-Attacken, um an die Nutzeraccounts zu kommen, aber auch der Missbrauch des sozialen Kontextes, um die Erfolgsquote eines Angriffs zu steigern, oder der Versand von Spam.

Spam-Anteil an E-Mails wird zunehmen

Solche Bedrohungen werden laut den Sicherheitsexperten zunehmend auch für Unternehmen relevant, da insbesondere junge Mitarbeiter ihre Social-Network-Seite oft vom Arbeitsplatz aus frequentieren. Allgemein werde der Spam-Anteil an den E-Mails wieder zunehmen: Symantec geht von einem erneuten Anstieg auf 75 bis 80 Prozent Spam-Anteil an allen gesendeten Mails aus.

Dazu würden Spammer Command-and-Control-Systeme werden reetablieren und vermehrt sich den vergleichsweise belastbaren Peer-to-Peer-Botnetzen zuwenden. Die Chance sei gross, dass sich Hosting-Unternehmen überall auf der Welt finden, die bereit sind, diese Form von Spamming zu unterstützen.

Mit der Integration von Virtualisierungstechnologie wird nach Meinung von Symantec ein Schutzraum geschaffen, der vom Chaos einer allgemeinen Betriebssystem-Umgebung unberührt bleibt. Diese Technologie werde für eine sichere Umgebung für sensible Transaktionen - beispielsweise Bankgeschäfte - sorgen und die kritische Infrastruktur - beispielsweise Sicherheitskomponenten, die ihrerseits die Sicherheit der allgemeinen Betriebssystem- Umgebung gewährleisten - schützen.

Der Symantec-Rückblick 2008 zur Internet-Sicherheit:

- Internetangreifer konzentrieren sich anstelle von grossen Massenattacken mit wenigen Bedrohungen verstärkt auf zielgenaue Angriffe, dafür aber jeweils mit verschiedenen Varianten einer Bedrohung. Diese neuen Stämme bestehen aus Millionen verschiedener Elemente, die mutieren können, während sie sich rapide ausbreiten.

- Gefälschte und irreführende Anwendungen: Gefälschte Sicherheits- oder Utilityprogramme, auch bekannt als «Scareware», geben vor, den Rechner des Nutzers zu schützen oder zu säubern. Bei ihrer Installation produzieren diese Trojaner falsche oder irreführende Ergebnisse und «besetzen» den infizierten Rechner, bis der Nutzer für die Beseitigung der vermeintlich diagnostizierten Gefahren zahlt.

- Vertrauenswürdige Webseiten sind im Visier einer Vielzahl krimineller Aktivitäten, das Web ist zum hauptsächlichen Kanal für Attacken geworden ist. Seitenspezifische Schwachstellen werden von Angreifern oft im Zusammenhang mit Browser-Plug-in-Schwachstellen ausgenutzt, die sich besonders gut für raffinierte Attacken eignen.

- Die Schattenwirtschaft im Bereich Cyberkriminalität hat sich zu einem globalen und äusserst effizienten Markt entwickelt, in dem gestohlene Waren und Daten sowie kriminelle Dienstleistungen im Wert von mehreren Milliarden US-Dollar umgeschlagen werden. Von Juli 2007 bis Juni 2008 wurden auf Untergrund-Servern insgesamt Güter für mehr als 276 Millionen Dollar gehandelt.

- Die unverändert hohe Anzahl an Datenverlust-Vorfällen unterstreicht die Notwendigkeit von Strategien und Technologien zur Verhinderung von Datenverlust. Gerade vor dem Hintergrund verstärkter Unternehmensübernahmen, Fusionen und Personalabbau wird der Schutz von Firmendaten noch wichtiger.

- Das Spamaufkommen stieg in den Jahren bis 2008 auf 76 Prozent aller verschickten Mails an, bevor die Schliessung der McGolo-Server im November für einen Knick in der Entwicklung sorgte. Zwar werden die Antispam-Filter besser und leistungsfähiger, jedoch werden Spammer nicht aufgeben.

- Phisher bedienten sich 2008 solcher Ereignisse wie der US-Präsidentenwahl und der Finanzkrise, effizienterer Angriffstechniken und Automatisierungen sowie Phishing-Toolkits.

(Von Björn Brodersen/teltarif.ch)

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