Internet Watch Foundation rüstet gegen Kinderpornos
publiziert: Freitag, 18. Apr 2008 / 21:23 Uhr / aktualisiert: Freitag, 18. Apr 2008 / 22:00 Uhr

London - Das britische Web-Kontrollorgan Internet Watch Foundation (IWF) hat umfassende Massnahmen zur Bekämpfung von kinderpornografischen Inhalten im Netz gefordert. Im Vorjahr hat die IWF insgesamt 2755 Domains erfasst, die entsprechendes Material verbreiten.

Das Kontrollorgan IWF fordert gross angelegte Verfolgungsaktionen.
Das Kontrollorgan IWF fordert gross angelegte Verfolgungsaktionen.
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Der Organisation zufolge sei die Verfolgung der Betreiber und die Löschung der Seiten nicht nur nötig, sondern auch möglich. «Eine koordinierte globale Attacke auf diese Websites könnte diese schrecklichen Bilder aus dem Internet vertreiben», meint IWF-Generalsekretär Peter Robbins.

Im Vergleich zu 2006 ist deren Anzahl bereits von 3052 Pages um rund zehn Prozent gesunken, erweist sich jedoch immer noch als dramatisch hoch.

«Kinderpornographische Inhalte im Internet sind in den letzten Jahren zu einem grossen Problem geworden», stellt Maja Winter, Sprecherin der Freiwilligen Selbstkontrolle Multimedia-Diensteanbieter.

Kaum internationale Kooperation

Obwohl der Kampf gegen die Kinderpornoindustrie im Netz auch von Konzernen wie Google immer hartnäckiger geführt wird, kritisiert die IWF den Mangel an internationaler Kooperation. Eine solche sei der richtige Weg, um Kinderpornografie aus dem Netz tilgen zu können.

Trotz des ständigen Domain- und Firmennamenwechsels der Betreiber seien diese auffindbar und greifbar. Von der Organisation werden entsprechende Daten und Adressen an die Polizei weitergegeben, eine Reaktion erfolgt allerdings häufig zu spät.

Lediglich Schätzungen

Regierungen und Behörden seien gemeinsam dazu angehalten, ihre Zusammenarbeit zu verbessern. Zumeist stammen die Seiten aus Russland oder den USA. Rund 80 Prozent der Homepages verfolgen IWF-Zahlen zufolge kommerzielle Zwecke in der Verbreitung von Kinderpornos.

Die restlichen gut 20 Prozent an Websites sind privater Herkunft und für den Austausch von Bildern und Videos zwischen Pädophilen gedacht. Bisher konnten über die tatsächliche Anzahl von Kinderporno-Seiten lediglich Schätzungen abgegeben werden.

«Wir glauben, dass angestellte Vermutungen über die Zahl dieser Seiten eine verzerrte Wahrnehmung des Problems verursachen», so Robbins. Die Veröffentlichung der Zahlen mache das Problem erst grundlegend handhabbar. Dadurch sei die Basis zur Entwicklung einer weltweiten Bekämpfungsstrategie gegen Kinderporno im Internet geschaffen.

(tri/pte)

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