Internet via Radio
publiziert: Montag, 18. Aug 2003 / 09:26 Uhr

Im Gegensatz zu Mitteleuropa, wo man ohne grössere Probleme fast überall ins World Wide Web kommt, sieht es in Entwicklungsländern ganz anders aus. Dort sind Telefonleitungen oft nur in den grösseren Städten zu finden.

Mit einem herkömmlichen Radio ist es möglich, Internet-Inhalte per Satellit zu empfangen.
Mit einem herkömmlichen Radio ist es möglich, Internet-Inhalte per Satellit zu empfangen.
Dennoch gibt es Möglichkeiten, auch in solche entlegenen Gebiete zum Beispiel in Zentralafrika oder Südamerika Internet-Inhalte zu übermitteln. Radiobrowsing heisst das Stichwort.

Rundfunkempfang ist nämlich auch in der Dritten Welt inzwischen eine Selbstverständlichkeit. Und via Radio lassen sich nicht nur Töne, sondern auch Daten übertragen.

Wir kennen zum Beispiel das RDS-System, das den Sendernamen im Radiodisplay anzeigt und dafür sorgt, dass der Empfänger immer auf die beste derzeit empfangbare Frequenz des gewünschten Programms eingestellt ist. Auch hier zu Lande gab es Überlegungen, RDS durch ein neues Verfahren namens SWIFT zu ergänzen, um auch ausführliche programmbegleitende Informationen parallel zum Radioprogramm zu übermitteln. Bislang wurden diese Pläne allerdings - abgesehen von einer Vorführung auf der Internationalen Funkausstellung von zwei Jahren - nicht weiter verfolgt.

In Bhutan, Nepal, den Philippinen, Niger, Burkina Faso und Uganda werden dagegen im Rahmen eines von der UNESCO geförderten Projekts Internet-Inhalte im Radio verlesen. Auch in Indien und Pakistan soll das Projekt demnächst starten. Nachteil: Man hat die Daten nicht schwarz auf weiss vor sich, sondern kann diese lediglich hören. Was man verpasst hat, ist unweigerlich verloren.

Abhilfe schafft das Satellitenradiosystem WorldSpace, das speziell für die Dritte Welt vor rund dreieinhalb Jahren den Betrieb aufgenommen hat. Im Gegensatz zu herkömmlichen Satellitensystemen benötigt man für den WorldSpace-Empfang keine aufwändigen Anlagen, sondern lediglich kleine, preiswerte Radios, die mit einer etwa bierdeckelgrossen Antenne ausgestattet sind, die die Signale aus dem All auffangen.

Auf diese Weise gelangen nicht nur Hörfunksendungen in digitaler Qualität selbst in die entlegendsten Gebiete Afrikas und Asiens. WorldSpace hat auch Datendienste mit Internet-Inhalten an Bord. Diese können empfangen werden, wenn man den Empfänger mit dem PC verbindet. Der Content landet dann auf der Festplatte und kann mit jedem Internet-Browser abgerufen werden.

Nachteil ist, dass der Nutzer keinen direkten Einfluss auf die übertragenen Dienste hat. Dennoch ermöglicht dieser Dienst vielen Afrikanern und Asiaten, über ihr Radio auch Online-Dienste zu empfangen, die sie mangels einer geeigneten Telefonverbindung niemals direkt aus dem Internet beziehen könnten.

(fest/teltarif.ch)

.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 21
Corona-Pandemie eröffnet Cyberkriminalität neue Chancen.
Corona-Pandemie eröffnet Cyberkriminalität neue ...
Publinews Die Corona-Pandemie hat nicht nur für einen regelrechten Boom beim Homeoffice gesorgt, sondern gleichzeitig auch der Cyberkriminalität vermehrt neue Chancen eröffnet. mehr lesen  
Publinews Spätestens seit dem Bitcoin-Boom im Jahr 2017, wo der Bitcoin-Kurst ein Rekordhoch nach dem nächsten sprengte, interessieren sich nicht nur ... mehr lesen  
Kryptowährungen schnell und einfach über das Smartphone kaufen.
Comparis-Umfrage bei Telecom-Providern  Die Betreiber des öffentlichen Verkehrs, Fitness-Studios und Anbieter diverser im Lockdown verbotener Veranstaltungen zeigen sich kulant und verlängern die Abos oder erstatten Geld zurück. Nicht so die Telecom-Provider: Wegen der Grenzschliessungen nicht nutzbare Roaming-Guthaben müssen sich die Kunden ans Bein streichen. Einzig Salt erstattet den Kaufpreis für nicht verwendete Datenpakete zurück - aber nur auf Anfrage. «Die Telecom-Anbieter veräppeln ihre Kunden», kritisiert Comparis-Telecomexperte Jean-Claude Frick. Er fordert die Anbieter auf, flächendeckend Roaming-Guthaben zu erstatten. mehr lesen  
BAKOM mit neuer Führung  Bern - Der Bundesrat hat an seiner Sitzung vom 27. Mai 2020 Bernard Maissen zum neuen Direktor des Bundesamts für Kommunikation (BAKOM) ernannt. Der 59-jährige Bündner ist seit 2018 für das BAKOM tätig. Als Vizedirektor leitet er derzeit die Abteilung Medien. Zu seinen künftigen Aufgaben gehört es, die Schweizer Medien- und Telekompolitik umzusetzen und weiterzuentwickeln. Bernard Maissen wird seine neue Funktion am 1. Juli 2020 antreten. mehr lesen  
.
eGadgets news.ch geht in Klausur Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in ... 21
Domain Namen registrieren
Domain Name Registration
Zur Domain Registration erhalten Sie: Weiterleitung auf bestehende Website, E-Mail Weiterleitung, Online Administration, freundlichen Support per Telefon oder E-Mail ...
Domainsuche starten:


 
Stellenmarkt.ch
Der Remoteserver hat einen Fehler zurückgegeben: (500) Interner Serverfehler.
Source: http://www.news.ch/ajax/top5.aspx?ID=0&col=COL_3_1
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute So Mo
Zürich 1°C 4°C wechselnd bewölktleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Hochnebel Hochnebel
Basel 1°C 5°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt wechselnd bewölkt
St. Gallen -1°C 3°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Hochnebel Hochnebel
Bern 0°C 3°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Hochnebel wechselnd bewölkt
Luzern 1°C 4°C wechselnd bewölktleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Hochnebel Hochnebel
Genf 3°C 7°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt freundlich
Lugano 4°C 8°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich freundlich
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten