Internetkriminalität stärker bekämpfen
publiziert: Freitag, 29. Apr 2005 / 21:49 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 3. Mai 2005 / 14:50 Uhr

Bern - Die Bundesratsparteien begrüssen die geplante Verschärfung des Strafgesetzes bei Netzwerkkriminalität.

Kriminelle sollen es künftig nicht mehr so einfach  im "anonymen" Internet haben.
Kriminelle sollen es künftig nicht mehr so einfach im "anonymen" Internet haben.
2 Meldungen im Zusammenhang
Die Kantone geben sich bezüglich der Bundeskompetenzen skeptisch und die Provider sind gegen eine Ausweitung ihrer Verantwortung.

Strafbar machte sich bisher der Autor einer Internet-Seite (Content-Provider) für illegale Inhalte wie Kinderpornografie oder Rassendiskriminierung.

Wer nur den Speicherplatz zur Verfügung stellt (Hosting-Provider) oder den Benutzern den Zugang zum Netz vermittelt (Access-Provider), muss sich nach geltendem Recht nur verantworten, wenn er um den kriminellen Inhalt weiss.

Provider in der Pflicht

Der Access-Provider hat auch die Pflicht, einen Zugang zu sperren, wenn er im nachhinein davon erfährt. Das gilt nicht für den Hosting-Provider: Ist ein illegaler Inhalt einmal auf seinem Server gespeichert, muss er ihn nicht entfernen. Mit der Revision will der Bundesrat neu auch Hosting-Provider in die Pflicht nehmen.

Swisscom sei als Access-, Hosting- und Contentprovider direkt von der geplanten Revision des Strafgesetzbuches betroffen und lehne die damit verbundene Kriminalisierung der Hosting Provider und Suchmaschinenanbieter ab, schreibt Swisscom Fixnet/Bluewin in ihrer Vernehmlassungs-Stellungnahme.

Die vorgeschlagenen Regelungen in Bezug auf die Access- und Content-Provider würden von Swisscom begrüsst.

Kein Problem der Technik

"Die Bundesratsparteien begrüssen die vorgeschlagenen Änderungen. Die SP steht voll und ganz hinter der Revision", sagte SP-Sprecher Jean-Philippe Jeannerat. "Diese sind nötig und geeignet, die mit der Revision des Strafgesetzbuches angestrebten Ziele zu erreichen", steht in der Vernehmlassungsantwort der CVP.

Für die SVP dürfen diese Massnahmen aber nicht zu weit gehen. "Die Provider können nicht mehr belastet werden als heute", sagte SVP-Sprecher Roman Jäggi. "Die Netzwerkkriminalität ist nicht eine Problem der Technik und der Provider, sondern der Gesellschaft. Deshalb muss die Bekämpfung bei den Kunden ansetzen."

Die FDP hat ihre Vernehmlassungsantwort noch nicht eingereicht.

(kst/sda)

Lesen Sie hier mehr zum Thema
Bern - Die Koordinationsstelle zur ... mehr lesen
Auch im Bereich Tauschbörsen schreibt sich die "Internetpolizei" Erfolge auf die Fahne.
Auch im Jahr 2005 sind Computerviren die Hauptsorge für viele Unternehmen.
Der Boom des Internet bringt auch ... mehr lesen
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 21
Die Zahl der Einbrüche ist in der Schweiz seit Jahren rückläufig. So viel zu den guten Nachrichten. Damit das auch so bleibt, ist es wichtig, grundsätzlich auf gutes Material an den Schwachstellen (Türen, Fenster, Tore) zu setzen und zusätzliche Sicherungen zu installieren.
Die Zahl der Einbrüche ist in der Schweiz ...
Publinews Smarter Einbruchschutz  Nahezu alle Diebstahlkategorien weisen eine rückläufige Tendenz auf. 2017 wurden in der Schweiz 4,9 Einbrüche pro 1000 Einwohnerinnen und Einwohner gezählt. Das entspricht 113 Einbruch- und Einschleichdiebstählen pro Tag. 2012 lag diese Zahl bei 202. mehr lesen  
Opfer weiterhin vermisst  Rafz ZH - Die Kantonspolizei Zürich hat am Dienstagvormittag in Rafz ZH zwei Personen verhaftet: Sie stehen unter dem dringenden Verdacht, einen seit dem 22. April vermissten Mann aus Eglisau getötet zu haben. mehr lesen  
Deutlich höhere Zahl  Sydney/London - Mindestens 45,8 Millionen Menschen leben zurzeit weltweit in modernen Formen der Sklaverei. Die Zahl liegt deutlich höher als die 2014 gezählten 35,8 Millionen. mehr lesen
In Indien hat es 18,3 Millionen Sklaven.
Der 22-jährige befindet sich seit Samstag auf der Flucht. (Symbolbild)
Flüchtiger Mörder  Aarau - Der flüchtige Mörder, der aus der Psychiatrischen Klinik Königsfelden in Windisch AG ausgebrochen ... mehr lesen  
Titel Forum Teaser
  • paparazzaphotography aus Muttenz 1
    Foto Sanatorio Liebes news.ch Team, es ist für mich eine Ehre dass sie mein Foto des ... Di, 03.01.17 22:12
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Motor hinten oder vorne war dem Tram in Basel völlig egal! Ob ein Auto über- oder untersteuert, ist nicht von der Lage des Motors ... Mi, 01.06.16 10:54
  • Mashiach aus Basel 57
    Wo bleibt das gute Beispiel? Anstatt sichere, ÜBERSTEUERNDE Heckmotorwagen zu fahren, fahren sie ... Mo, 30.05.16 11:56
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Zugang "Das sunnitische Saudi-Arabien, das auch im Jemen-Konflikt verstrickt ... So, 29.05.16 22:06
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Pink Phanter-Bande? Am 25. 7. 2013 hat eine Befreiung von Pink Panther-Mitglied Milan ... So, 29.05.16 15:38
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    ja, weshalb sollte man solches tun? Ist doch krank, Gott zu beschimpfen! Das hat etwas, ... So, 29.05.16 12:12
  • Gargamel aus Galmiz 10
    Warum sollte man überhaupt den Glauben an Gott beschimpfen oder verspotteten? Wie krank ... So, 29.05.16 10:11
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Wir sind ja alle so anders als diese "Flüchtlinge". Warum sind auch nicht alle so edel, wie ... Sa, 28.05.16 20:25
Unglücksfälle Zorn über Tötung von Gorilla in US-Zoo Cincinnati - Die Tötung eines Gorillas im Zoo der ...
 
Stellenmarkt.ch
Der Remoteserver hat einen Fehler zurückgegeben: (500) Interner Serverfehler.
Source: http://www.news.ch/ajax/top5.aspx?ID=0&col=COL_3_1
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Sa So
Zürich -2°C 3°C Nebelfelderleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig freundlich
Basel -3°C 8°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich wechselnd bewölkt
St. Gallen -1°C 8°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig freundlich
Bern -3°C 3°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig wechselnd bewölkt
Luzern -2°C 4°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig freundlich
Genf 0°C 6°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig wechselnd bewölkt
Lugano 1°C 9°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich wolkig, aber kaum Regen
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten