Inzest-Täter ist ein verurteilter Vergewaltiger
publiziert: Freitag, 2. Mai 2008 / 17:56 Uhr

Wien - Der Inzest-Täter von Amstetten in Österreich ist offenbar vor gut 40 Jahren wegen der Vergewaltigung einer jungen Frau verurteilt worden. Dies belegen Gerichtsakten, die nun aufgetaucht sind, wie die «Oberösterreichischen Nachrichten» Linz berichteten.

Der Inzest-Täter ist offenbar vor gut 40 Jahren wegen der Vergewaltigung einer jungen Frau verurteilt worden. (Symbolbild)
Der Inzest-Täter ist offenbar vor gut 40 Jahren wegen der Vergewaltigung einer jungen Frau verurteilt worden. (Symbolbild)
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Er habe sein 24 Jahre altes Opfer 1967 vergewaltigt. Ausserdem habe er im gleichen Jahr versucht, eine 21 Jahre alte Frau bei einem Spaziergang in einen Wald zu zerren, um sie zu vergewaltigen. Nach Angaben des Blattes liegen der Justiz des Landes seit Mittwoch entsprechende Akten vor. Danach sei der Mann der Polizei auch im Zusammenhang mit einem Exhibitionismusfall gemeldet worden.

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft St. Pölten gilt der Vorgang jedoch inzwischen als «getilgt». Angesichts des schrecklichen Verbrechens sollen die bisher dafür geltenden Fristen jetzt allerdings verlängert werden.

Die Schwägerin hatte bereits in einem Interview des Boulevard-Blatts «Österreich» vom Donnerstag erklärt, ihr Schwager habe bereits vor 40 Jahren wegen Vergewaltigung im Gefängnis gesessen.

Ein weiterer Fall

Inzwischen hat eine weitere Frau in Linz behauptet, seinerzeit von dem 73-Jährigen vergewaltigt worden zu sein. Wegen der Verjährungsfristen wird die Staatsanwaltschaft aber keine Auskunft mehr über diese Fälle geben, sagte deren Sprecher am Freitag in St. Pölten.

Der Mann hat gestanden, seine Tochter von 1984 an in ein Kellerverlies eingesperrt und sexuell missbraucht zu haben. Er zeugte sieben Kinder mit ihr.

Die Behörden in Amstetten hatten bisher stets erklärt, ihnen seien keine Fakten bekanntgewesen, die dagegen sprachen, dass der 73-Jährige in den 90er Jahren drei Kinder adoptierte oder als Pflegekinder aufnahm. Die jetzt aufgetauchten Akten über die Vergewaltigung lagerten in den 90ern wegen der Verjährung bereits im einem Archiv.

(smw/sda)

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