Irak: Interpol Spezialteam gegen Schmuggel
publiziert: Sonntag, 20. Apr 2003 / 08:42 Uhr

Lyon/Washington - Interpol will mit einem Spezialteam gegen den Raub von Kulturgütern in Irak vorgehen. Es soll Kunstgegenstände aufspüren und die Täter fassen, kündigte die internationale Polizei am Freitag in Lyon an.

Die sumerische Vase: Ein Kunstschatz von unschätzbarem Wert.
Die sumerische Vase: Ein Kunstschatz von unschätzbarem Wert.
Noch im April sollen Interpol-Experten nach Kuwait und in weitere Länder der Region reisen, sobald als möglich auch nach Irak.

Interpol appellierte an sämtliche Organisationen, die sich mit Kulturgütern und dem Kunsthandel befassen, keine Kulturschätze aus Irak anzukaufen. Bei Zweifel über die Herkunft von Kulturgütern soll sofort Interpol alarmiert werden.

Für den 5. und 6. Mai hat Interpol am Hauptsitz in Lyon eine Konferenz einberufen. Bei der Konferenz sollen Experten verschiedener Organisationen, darunter auch die UNESCO, darüber beraten, wie effektiv und schnell gegen den Raub der irakischen Kulturgüter vorgegangen werden kann.

Interpol rief seine 181 Mitgliedsländer auf, auch Zoll, Grenzschutz, Kunsthandel und Auktionshäuser zu informieren.

FBI im Einsatz

Auch US-Polizisten sollen nach verloren gegangenen Kunstschätzen fahnden. Die Bundespolizei FBI entsandte nach eigenen Angaben zu diesem Zweck mehrere Agenten nach Irak.

"Wir werden alles tun, was wir können, um die Schätze des irakischen Volkes zu schützen", sagte FBI-Direktor Robert Mueller in Washington vor Journalisten. Mit den Ermittlungen sollen die US-Experten auch zur allgemeinen Stabilisierung der Sicherheitslage in Bagdad und weiteren grossen irakischen Städten beitragen.

Nicht eingegriffen

Nach der Einnahme Bagdads am Mittwoch letzter Woche waren das Archäologische Museum und andere Kultur- und Kunstschätze geplündert worden, ohne dass US-Soldaten einschritten. Die UNESCO hatte darauf ein internationales Importverbot für gestohlene Kulturgüter aus Irak gefordert.

Der UNO-Sicherheitsrat soll nach dem Ansinnen der UNO-Organisation eine Resolution verabschieden, um Verkäufe gestohlener Kunstobjekte aus dem Nationalmuseum von Bagdad zu verhindern.

Ein Kultur-Spitzenberater von US-Präsident George W. Bush reichte inzwischen seinen Rücktritt ein. Nach US-Medienberichten wirft der Vorsitzende des Berater-Ausschusses für Kulturschätze, Martin Sullivan, der US-Regierung vor, nicht genügend zum Schutz des Nationalmuseums getan zu haben.

(bsk/Reuters)

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