Irak-Krieg: Unterstützung durch Dänemark
publiziert: Freitag, 21. Mrz 2003 / 23:08 Uhr / aktualisiert: Freitag, 21. Mrz 2003 / 23:38 Uhr

Kopenhagen - Das dänische Parlament hat die Beteiligung von Marineeinheiten am Irak-Krieg gebilligt. Nach einer langen heftigen Debatte stimmten 61 Abgeordnete für die Entscheidung.

Der sozialdemokratische Oppositionschef Dänemarks, Mogens Lykketoft.
Der sozialdemokratische Oppositionschef Dänemarks, Mogens Lykketoft.
50 Abgeordnete der konservativ-rechtsliberalen Minderheitsregierung von Ministerpräsident Anders Fogh Rasmussen waren am Freitagabend dagegen.

Kopenhagen stellt mit einem U-Boot und einer Korvette zwei bereits in der Golfregion patrouillierende Marinefahrzeuge für die von den USA geführten Einheiten zur Verfügung.

Die Kopenhagener Regierung hat klar gemacht, dass sie die Entscheidung der USA für einen Angriff für richtig und völkerrechtlich für gedeckt durch die UNO-Resolution 1441 hält.

Die Parlaments-Entscheidung wurde auch von der rechtspopulistischen Dänischen Volkspartei unterstützt. Die anderen Parteien votierten dagegen.

Für den sozialdemokratischen Oppositionschef Mogens Lykketoft ist die Entsendung der Schiffe ohne breite parlamentarische Basis ein schwerwiegender Bruch von Grundprinzipien der dänischen Aussenpolitik. Nach Grossbritannien ist Dänemark erst das zweite EU-Mitglied, das sich militärisch am Irak-Krieg beteiligt.

Es geht um Freiheit und Demokratie, um Glaubwürdigkeit und den Sturz eines rücksichtlosen Diktators, der sein eigenes Volk unterdrückt und seine Gegner umbringt und foltert, erklärte Rasmussen vor der Presse nach der Parlamentssitzung.

(bert/sda)

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