Irak-Krieg dominiert Treffen von Bush und Blair
publiziert: Donnerstag, 17. Mai 2007 / 15:30 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 17. Mai 2007 / 16:05 Uhr

Washington - US-Präsident George Bush hat den scheidenden britischen Premierminister Tony Blair im Weissen Haus empfangen. Die beiden hatten in Washington gemeinsam zu Abend gegessen.

Tony Blair traf seinen Freund George W. Bush zu einem privaten Abendessen.
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Blair tritt am 27. Juni von seinem Amt zurück. Bush würdigte den Labour-Politiker als «grossartige Person». Blair ist wie Bush vor allem wegen des Irak-Kriegs in die Kritik geraten. Grossbritannien war in dem Konflikt von Anfang an der engste Verbündete der Regierung in Washington.

Für das Treffen wurde in US-Regierungskreisen erwartet, dass Bush und Blair den Irak-Einsatz erneut rechtfertigen würden. Demnach wollte Bush versuchen, von Blair die Zusicherung zu erhalten, dass sich Grossbritannien im Irak weiter engagiert.

Bushs Amtszeit läuft im Januar 2009 aus. Historiker gehen jetzt schon davon aus, dass das Vermächtnis beider Politiker stark vom Irak-Krieg geprägt werden wird.

EU-Interessen

Von Blair wurde erwartet, sich vor allem um eine Annäherung zwischen den USA und der EU bei nicht-militärischen Themen zu bemühen. Differenzen gibt es beim Klimaschutz, den festgefahrenen Gesprächen über eine weitere Liberalisierung des Welthandels und im Kampf gegen die Armut in Afrika.

Der britische Schatzkanzler Gordon Brown wurde derweil als einzig möglicher Nachfolger für den scheidenden Labour-Vorsitzenden und Premierminister Tony Blair bestätigt. Er bekam laut Parteiangaben die Unterstützung von über 300 der 353 Parlamentsmitglieder seiner Partei.

Damit ist sicher, dass der 56-jährige Schotte Brown von Ende Juni an das Vereinigte Königreich regieren wird.

(fest/sda)

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