Irak: Ölexport innert Wochenfrist?
publiziert: Sonntag, 11. Mai 2003 / 09:11 Uhr / aktualisiert: Sonntag, 11. Mai 2003 / 16:37 Uhr

Washington/New York - US-Aussenminister Colin Powell hat die UNO gedrängt, die Sanktionen gegen Irak rasch aufzuheben, damit der Irak sein Öl ohne Kontrolle der UNO verkaufen kann. Grundsätzlich ablehnende Stimmen gab es während der Sitzung des UNO-Sicherheitsrats zu diesem Begehren nicht.

Während dem Krieg wurden nur wenige Ölfelder angezündet.
Während dem Krieg wurden nur wenige Ölfelder angezündet.
"In den kommenden Wochen werden die (irakischen) Ölfelder eine ausreichende Menge Erdöl produzieren, so dass sehr schnell alle Lagerkapazitäten in der Region gefüllt werden", sagte Powell am Freitag in Washington nach Gesprächen mit dem Emir von Katar.

Das irakische Öl soll zu den Raffinerien des Landes transportiert werden, sagte Powell. "Wir wollen nicht, dass die Raffinerien geschlossen werden, denn sie produzieren Treibstoff, Gas zum Kochen und andere Dinge, die die Bevölkerung Iraks braucht."

Der Ölexport werde auch die Wirtschaft des Landes ankurbeln und dem Volk helfen, sagte Powell. "Wir hoffen, dass unsere Kollegen im Sicherheitsrat es in diesem Lichte betrachten und schnell in Übereinkunft mit uns handeln, um die Last der Sanktionen vom irakischen Volk zu nehmen".

Die USA hatten am Freitag gemeinsam mit Grossbritannien und Spanien einen Resolutionsentwurf im Sicherheitsrat eingebracht, nach dem Irak sein Öl wieder ohne UNO-Kontrollen verkaufen darf. Die USA hoffen, dass bis zum 3. Juni über den Entwurf abgestimmt wird, der das allmähliche Auslaufen des Programms "Öl für Lebensmittel" in Irak vorsieht.

Klärung nötig

Grundsätzlich ablehnende Stimmen gab es während der Sitzung des Sicherheitsrats nicht. Allerdings sagte der deutsche UNO-Botschafter Gunter Pleuger, die Rolle der vorgeschlagenen Koordinatoren in Irak scheine zu vage zu sein, sie bedürfe der Klärung.

Frankreichs UNO-Botschafter Jean-Marc de la Sabliere erklärte, es müsse noch an den Vorgaben gearbeitet werden, wie das Programm auslaufen soll. Zudem müsse geklärt werden, wie der UNO-Rat den "gesamten Prozess" überwache.

Nach Angaben von UNO-Diplomaten zeigten die USA und Grossbritannien Bereitschaft, über die offenen Punkte zu verhandeln.

Pleuger wies darauf hin, dass sich Experten der 15 Länder im Sicherheitsrat bereits am Montag mit dem Entwurf auseinander setzen wollen. Am Mittwoch sei dann die nächste Beratungsrunde auf Botschafterebene angesetzt.

(bsk, Quelle: sda/reuters/dpa/sda)

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