Irak im Zentrum der zweiten TV-Debatte
publiziert: Montag, 4. Jun 2007 / 07:30 Uhr

Washington - Die demokratischen US-Präsidentschaftskandidaten wollen einen möglichst raschen Rückzug der US-Truppen aus dem Irak ins Zentrum ihrer Politik stellen. Das haben sie bei ihrem zweiten TV-Streitgespräch im US-Bundesstaat New Hampshire bekräftigt.

Clinton und Obama kämpfen um die Präsidentschaft.
Clinton und Obama kämpfen um die Präsidentschaft.
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Während der zweistündigen Debatte in Manchester lieferten sich die acht demokratischen Bewerber am Sonntagabend (Ortszeit) unter anderem einen Wettstreit darum, wer von ihnen das US-Engagement im Irak am schnellsten beenden würde.

Hillary Clinton, die laut Umfragen aussichtsreichste Kandidatin, versprach, unmittelbar nach ihrem Amtsantritt für den Abzug der US-Soldaten zu sorgen. Ihr schärfster Konkurrent, Barak Obama, sprach sich ebenfalls für einen baldigen Rückzug aus.

Statt im Irak sollten die US-Truppen in Afghanistan eingesetzt werden, um dort gegen das Terrornetz El Kaida zu bekämpfen, forderte Obama.

Der frühere Senator John Edwards kritisierte Clinton und Obama dafür, dass sie unlängst im Senat gegen einen Irak-Kriegsbudget ohne Abzugstermin stimmten, ohne vorher öffentlich ihre Haltung klar zu machen.

Edward kritisiert Obama und Clinton

«Sie sind still zur Abstimmung gegangen und haben richtig votiert. Aber es gibt einen Unterschied zwischen politischer Führung und Gesetze machen», sagte Edwards.

Edwards entschuldigte sich erneut, 2002 wie Hillary Clinton für den Krieg gestimmt zu haben. Clinton beharrte am Sonntag hingegen darauf, damals nach bestem Wissen und Gewissen gehandelt zu haben.

Im kleinen Bundesstaat New Hampshire an der US-Ostküste findet traditionell die erste Vorabstimmung vor der Präsidentschaftswahl statt, diesmal Anfang 2008. Dabei stimmen eingetragene Parteimitglieder über ihren Wunschkandidaten ab.

Wer in New Hampshire gewinnt, wird deswegen zwar längst nicht Präsidentschaftskandidat. Wer dort aber besonders schlecht abschneidet, kann sich aber meist nicht mehr von diesem Rückschlag erholen und hat Probleme, sich Spenden für den weiteren Wahlkampf zu sichern.

(dl/sda)

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