Iraker demonstrieren gegen Besetzer
publiziert: Samstag, 9. Apr 2005 / 10:24 Uhr

Bagdad - Zum zweiten Jahrestag des Sturzes von Saddam Hussein hat in Bagdad eine Massenkundgebung für ein Ende der US-Besatzung des Iraks begonnen. Zehntausende Menschen folgten einem Aufruf radikaler schiitischer und sunnitischer Geistlicher.

Die Iraker fordern lautstark das Ende der US-Besetzung.
Die Iraker fordern lautstark das Ende der US-Besetzung.
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Die Demonstranten strömten zum Ferdus-Platz im Zentrum der irakischen Hauptstadt, auf dem hunderte Iraker mit Hilfe von US-Soldaten am 9. April 2003 in einem symbolischen Akt die Statue des gestürzten Machthabers vom Sockel gestossen hatten.

Vorsorglich blockierte die Polizei die Hauptverkehrsadern sowie die Brücken über den Tiber. Zu der gewaltfreien Demonstration hatten am Freitag der radikale Schiitenführer Muktada el Sadr sowie der sunnitische Rat der Ulemas aufgerufen, der die ersten freien Wahlen im Irak Ende Januar boykottiert hatte.

Bilder von Abu Ghraib

Vor allem die Bewohner des schiitischen Armenviertels Sadr City befolgten zu Tausenden den Aufruf. Über der Menge wehten zahlreiche irakische Fahnen; mehrere Demonstranten hielten auch Fotos gedemütigter irakischer Häftlinge hoch, mit denen vor einem Jahr der Folterskandal im Gefängnis von Abu Ghraib losgetreten worden war.

Immer wieder skandierte die Menge: Nein zu Amerika; Nein zur Besatzung. Im Irak sind derzeit noch 175 000 ausländische Soldaten stationiert.

(mo/sda)

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