Irakische Behörden fassen ranghohe El-Kaida-Mitglieder
publiziert: Donnerstag, 15. Jul 2004 / 16:55 Uhr

Bagdad - Die irakischen Behörden haben nach Angaben von Ministerpräsident Ijad Allawi mehrere ranghohe El-Kaida-Mitglieder festgenommen, darunter den Fahrer des mutmasslichen Terroristenführers Abu Mussad el Sarkawi.

Die Amerikaner sind überzeugt, dass die Fäden der El Kaida im Irak zusammenlaufen.
Die Amerikaner sind überzeugt, dass die Fäden der El Kaida im Irak zusammenlaufen.
Die Festnahmen seien in den vergangenen zwei bis drei Tagen gemacht worden, sagte Allawi der arabischen Tageszeitung El Hajat.

Neben Sarkawis Fahrer seien ein Tunesier und ein Marokkaner gefasst worden, die Anschläge auf US-Truppen in Irak geplant hätten. Die festgenommenen El-Kaida-Leute hätten begonnen, umfassend und effizient mit den Ermittlern und den Justizbehörden zusammenzuarbeiten.

Den Terroristen stünden nach bisherigen Erkenntnissen enorme Summen - mehr als eine Milliarde Dollar für Anschläge in Irak zur Verfügung, sagte der Ministerpräsident.

Allawi kritisierte, ranghohe Mitglieder der früheren Regierung von Saddam Hussein hielten sich heute in Syrien, Jordanien, Griechenland und Libanon auf, teilweise ohne Wissen der Gastgeberländer.

Von dort aus übten sie weiterhin einen zerstörerischen Einfluss in Irak aus. Der Ministerpräsident kündigte an, in Kürze würden internationale Haftbefehle gegen die Betroffenen ausgestellt.

Am Morgen forderten zwei Anschläge mehrere Opfer. Bei einem Autobombenanschlag in der Stadt Haditha im Westen Iraks wurden mindestens zehn Menschen getötet. 27 weitere Menschen seien bei dem Attentat verletzt worden.

In der schiitischen Pilgerstadt Kerbela explodierte am frühen Morgen eine Autobombe in der Nähe des Hauptquartiers der bulgarischen Truppen. Wie ein Polizeisprecher berichtete, hatten Polizisten die Männer verfolgt, weil sie befürchteten, das Fahrzeug könnte mit Sprengstoff beladen sein. Gemäss Augenzeugen konnten zwei Extremisten fliehen. Drei weitere wurden mit dem Wagen in die Luft gesprengt.

(rr/sda)

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