Irakischer Präsident vereidigt
publiziert: Donnerstag, 7. Apr 2005 / 19:40 Uhr

Bagdad - Mehr als zwei Jahre nach dem Sturz Saddam Husseins hat der neue Präsident Iraks, der Kurde Dschalal Talabani, seinen Amtseid abgelegt.

Talabani betonte die Rechte der verschiedenen ethnischen und religiösen Gemeinschaften des Irak.
Talabani betonte die Rechte der verschiedenen ethnischen und religiösen Gemeinschaften des Irak.
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In einer ersten Amtshandlung nominierte er den Schiiten Ibrahim Dschafari als Regierungschef.

Der Chef der Dawa-Partei kündigte anschliessend an, binnen zwei Wochen sein Kabinett zusammenstellen zu wollen, auch wenn er einen Monat dafür Zeit habe. Die Regierung muss vom Parlament mit absoluter Mehrheit gebilligt werden.

Nach dem Fahrplan zur Demokratie soll die neue Übergangsregierung bis zu den nächsten Wahlen im Amt bleiben, die für Ende Jahr geplant sind. Beobachter zweifeln allerdings an der Einhaltung des Zeitplans.

Antrittsrede

Talabani dankte in seiner Antrittsrede vor dem Parlament dem schiitischen Grossajatollah Ali el Sistani, weil dieser massgeblich zum Gelingen der Parlamentswahlen Ende Januar beigetragen habe.

Die Sunniten, die den Wahlgang mehrheitlich boykottiert hatten, forderte er auf, sich am demokratischen Prozess und an der Bekämpfung des schwarzen, importierten Terrors zu beteiligen. Die Terroristen im Irak sind fast ausschliesslich sunnitische Muslime.

Talabani sprach sich erneut dafür aus, den Aufständischen Amnestie zu gewähren. Für Terroristen aus dem Ausland gelte das Angebot allerdings nicht, fügte Talabani unter Anspielung auf im Land agierende El-Kaida-Anhänger um den jordanischen Extremisten Abu Mussab el Sarkawi hinzu.

Rechte der verschiedenen Gemeinschaften

Der neue Präsident Iraks betonte in seiner im Fernsehen übertragenen Rede auch die Rechte der verschiedenen ethnischen und religiösen Gemeinschaften des Irak. Die Kurden und die arabischen Schiiten und Sunniten seien die wichtigsten Volksgruppen des Irak, doch auch die Rechte der Turkmenen und anderen Minderheiten müssten respektiert werden.

Talabani ist nach Jahrzehnten sunnitischer Herrschaft der erste kurdische Präsident in der Geschichte des Irak. Er und seine Stellvertreter waren am Mittwoch nach wochenlangem Tauziehen vom irakischen Parlament gewählt worden.

(bert/sda)

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