Irakisches Oppositionstreffen erneut verschoben
publiziert: Mittwoch, 19. Feb 2003 / 14:59 Uhr

Kairo - Die ursprünglich für diesen Mittwoch geplante Konferenz der irakischen Opposition im Nordirak ist erneut verschoben worden. Es ist bereits der fünfte geplatzte Termin für das Treffen.

Mustafa Barzani, ehemaliger Präsident der KDP.
Mustafa Barzani, ehemaliger Präsident der KDP.
Bislang seien erst 30 der insgesamt 65 Delegierten in der kurdischen Stadt Erbil eingetroffen, erklärte einer der Organisatoren im arabischen TV-Sender El Dschasira. Der Grund dafür seinen technische Probleme.

Ein anderer Oppositioneller sagte, man habe die Konferenz wegen widriger Witterungsverhältnisse um einige Tage verschoben. An dem Treffen sollten auch Vertreter der US-Regierung und der Türkei teilnehmen, hiess es.

Haschiar Zibari, Sprecher der Demokratischen Partei Kurdistans (KDP), nahm vor der Presse in Erbil die Regierung von US-Präsident George W. Bush in Schutz. Sie kommen nicht, um den Irak zu besetzen, sondern um ihn zu befreien, sagte er.

Einige irakische Regimegegner behaupten, die US-Regierung hintertreibe der Konferenz, weil sie die Exil-Opposition nach einem Angriff gegen den Irak an den Rand drängen und selbst unabhängig über das künftige politische System des Landes entscheiden wolle.

(bsk/sda)

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