Iran: «Zentralbanker des Terrorismus»
publiziert: Donnerstag, 16. Mrz 2006 / 07:31 Uhr / aktualisiert: Freitag, 17. Mrz 2006 / 08:00 Uhr

Sydney - US-Aussenministerin Condoleezza Rice hat den Iran als «Zentralbanker des Terrorismus» bezeichnet. Die Regierung in Teheran habe die Welt über ihre Atom-Aktivitäten belogen.

Der Iran handle laut Rice entgegen den Verpflichtungen des Atomwaffensperrvertrages.
Der Iran handle laut Rice entgegen den Verpflichtungen des Atomwaffensperrvertrages.
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Das Land handle entgegen den Verpflichtungen des Atomwaffensperrvertrages, sagte Rice bei einem Besuch in Australien. «Und natürlich spielt sie auch eine Rolle als Zentralbanker des Terrorismus.»

Der Iran werde «von ein paar Nicht-Gewählten regiert, die die Wünsche der Bevölkerung unterdrücken». Rice zeigte sich zuversichtlich, dass der UNO-Sicherheitsrat Wege finden werde, Teheran zu Verhandlungen über ihr Atomprogramm zu bewegen.

«Wie am 11. September»

Zuvor hatte bereits der US-Botschafter bei der UNO, John Bolton, den Ton gegenüber dem Iran verschärft. Bolton verglich die Bedrohung durch dessen Atomprogramm mit den Anschlägen in den USA.

«Genau wie am 11. September - nur dieses Mal mit Atomwaffen - darin besteht die Bedrohung», sagte Bolton am Mittwoch (Ortszeit) dem US-Sender ABC.

Sanktionen gegen Dritte?

In den USA selbst wollen Abgeordnete des US-Repräsentantenhauses Sanktionen gegen ausländische Staaten und Firmen einführen, die mit dem Iran Handel treiben. Der Gesetzentwurf fand im Auswärtigen Ausschuss eine überwältigende Mehrheit.

Das US-Aussenministerium ist allerdings dagegen: Am Montag hatte es gewarnt, damit könnten jene Staaten verprellt werden, auf die die USA zur Lösung des Atomstreits angewiesen seien. US-Bürgern und - Firmen ist es bereits verboten, mit dem Iran Handel zu treiben.

In Amman warnte der jordanische König vor einer Eskalation des Streits. Würde gegen den Iran militärisch vorgegangen, würde «die gesamte Region zum Explodieren» bringen, sagte Abdullah II. in einem Interview mit der Nachrichtenagentur AFP.

(bert/sda)

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